Bayern, Verdienstorden vom heiligen Michael (1. Modell), Ritterkreuz I. Klasse, Miniatur

Königreich Bayern, Verdienstorden vom heiligen Michael, Ritterkreuz I. Klasse, verliehen 1837 bis 1887, bzw. bis 1855 als einklassiges „Ritterkreuz“.

Miniatur, etwa 30 mm x 18 mm. Gold und Emaille, mehrteilig gefertigt, von einer mittels Scharnier beweglich angebrachten plastisch gearbeiteten Krone überhöht, diese mit einem Bandringchen durch den Reichsapfel. Die Blitzbündel zwischen den Kreuzarmen feinst von Hand nachgeschnitten.

Gute bis sehr gute, kaum getragene und wohl völlig unbeschädigte Erhaltung.

Von nicht zu übertreffender (sicherlich Münchner) Goldschmiedequalität!

Der ursprünglich 1693 von Joseph Clemens von Bayern, Kurfürst und Erzbischof von Köln gestiftete Michaels-Orden wurde bis 1812 nach und nach in den dreiklassigen Ritter-Haus-Orden vom heiligen Michael umgeformt. Diesen wandelte schließlich König Ludwig I. am 18. Januar 1837 in den anfangs dreiklassigen Verdienstorden vom heiligen Michael um, der mehrfach erweitert und 1887 völlig neu organisiert wurde. Mit der Abdankung König Ludwigs III. im November 1918 wurden die Verleihungen eingestellt. Für das Ritterkreuz bzw. Ritterkreuz I. Klasse sind insgesamt 4016 Verleihungen nachweisbar.

Literatur: Graf Klenau, Arnhard. Orden in Deutschland und Österreich. Band II: Deutsche Staaten (1806–1918). Teil I: Anhalt–Hannover. Offenbach 2008. S. 120–127.

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