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Hannover, französische Annahmegenehmigung und -verweigerung

(Zweites) Französisches Kaiserreich, zwei Dokumente des Hannoverschen Konsuls Francois Lucien Goupilleau zu Nantes, Königlich Hannoversche Ordensverleihungen betreffend:

- Annahme- und Tragegenehmigung für das Kreuz IV. Klasse des Guelphen-Ordens, ausgestellt am 30. Juli 1863 durch die Großkanzlei des Kaiserlichen Ordens der Ehrenlegion, Abteilung Ausländische Orden, etwa 34 cm x 22 cm, mit eingeprägtem Papiersiegel und mehreren Unterschriften.

- Annahme- und Trageverweigerung derselben Behörde für das „Offizierskreuz“ (gemeint ist das Ritterkreuz I. Klasse) des Ernst-August-Ordens vom 23. April 1868, unter Bezugnahme auf die veränderten politischen Verhältnisse in Deutschland, i. e. der Verlust der Souveränität des Königs von Hannover; Doppelblatt, etwa 26,5 cm x 20,5 cm, mit Unterschrift des Generalsekretärs.

Das ältere Dokument, wegen der Blattgröße im Bild nicht vollständig dargestellt, ist stellenweise geknickt und an den Kanten leicht beschädigt, das jüngere insgesamt besser erhalten, jedoch rückseitig mit einer alten Klebestelle, mutmaßlich Reste des Siegels eines anderen Dokuments.

Ordenskundlich hochinteressante Dokumentengruppe zum Status Hannoverscher Auszeichnungen vor und nach der Annektierung durch Preußen im Jahr 1866!

Für das Ritterkreuz I. Klasse des Ernst-August-Ordens lassen sich zwischen 1866 und 1878 – also fast ausschließlich im Exil des Königs – insgesamt 213 Verleihungen nachweisen, für das Kreuz IV. Klasse des Guelphen-Ordens (ohne Schwerter) 1148 für die Zeit zwischen 1839 und 1865, davon jedoch nur 180 an Ausländer.

Literatur: Graf Klenau, Arnhard. Orden in Deutschland und Österreich. Band II: Deutsche Staaten (1806–1918). Teil I: Anhalt–Hannover. Offenbach 2008. S. 218 u. 220.

Artikelnummer: 03235
350,00 €