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Preußen, Johanniter-Orden, Kreuz der Rechtsritter, von Gebr. Friedländer

Königreich Preußen, Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem, Kreuz der Rechtsritter, verliehen seit 1852.

Probemäßiges Exemplar in Gold und Emaille, an hohl gefertigter, starr befestigter Kronenüberhöhung mit starrer Zieröse und Sprungring. Die Adler zwischen den Kreuzarmen ebenso wie die Krone feinst nachgeschnitten, gestichelt und graviert. Am unteren Kreuzarm Ritzmarke „F“ (mit Serifen) der Hofjuweliere Gebrüder Friedländer, Berlin.

Die weiße Emaille der unteren Kreuzarme auf der einen Seite teils stark rissig, auf der anderen mit stellenweise erheblichen Ausbrüchen. Der Sprungring scheinbar unedel, ggf. später ergänzt. Dazu unkonfektioniertes, etwa 37 cm langes Bandstück.

Ex Sammlung Dr. Tilo Wahl, Berlin, erworben 49. Wormser Militaria-Auktion, Worms-Pfeddersheim, vom 4. März 2017.

Nachdem die Ballei Brandenburg des Johanniterordens durch König Friedrich Wilhelm III. mit Edikt vom 30. Oktober 1810 und Urkunde vom 23. Januar 1811 aufgehoben und ihre Besitzungen im Zuge der Säkularisation eingezogen wurden und derselbe am 23. Mai 1812 als Auszeichnung für ehrenvolle Dienstleistung, als Beweis königlicher Gnade und zur Erinnerung an die aufgelöste Ballei Brandenburg den „Königlich Preußischen St.-Johanniterorden“ stiftete, stellte Friedrich Wilhelm IV. durch Kabinettsorder vom 15. Oktober 1852 die Balley formell wieder her, freilich ohne Einsetzung in ihre vorigen Besitztümer. Als solche überlebte sie das Ende der Monarchie im November 1918 und besteht – mit gewissen Einschränkungen unter dem Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit – bis zum heutigen Tag fort.

Artikelnummer: 03411
1.250,00 €