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Bayern, Goldene-Hochzeits-Erinnerungsmünze, gehenkelt

Königliche Familie der Herzöge von Bayern, Goldene-Hochzeits-Erinnerungsmünze, vergeben 1921 bis 1935.

Verausgabtes, aus Stahl geprägtes und geschwärztes Exemplar, privat gehenkelt.

Gute, kaum getragene Erhaltung, lediglich etwas fleckig. Ohne Band.

König Ludwig III. hatte die Absicht, an diejenigen Truppenteile, deren Inhaber er war, als Weihnachtsgabe im Jahre 1918 eine Geschenkmedaille verteilen zu lassen. Diese Medaille sollte zugleich ein nachträgliches Erinnerungszeichen sein an die Feier der goldenen Hochzeit des Königspaares am 20. Februar 1918. Es wurden davon ungefähr 14.000 Stück aus schwarz gebeiztem Eisen hergestellt und zwar, weil nicht zum Tragen bestimmt, ohne Öse und Ring. Der Entwurf der Vorderseite stammt von Professor Theodor Georgii, derjenige der Rückseite von Münzmeister Alois Boersch, beide in München. Die Novemberrevolution verhinderte jedoch die Verteilung der Medaillen und diese ruhten dann in Kisten verwahrt mehrere Jahre unbeachtet auf dem Dachboden des Münzgebäudes in München. Erst im Frühjahr 1922 wurden sie an Kronprinz Rupprecht ausgefolgt, weil die Herstellungskosten von seinem am 18. Oktober 1921 verstorbenen Vater aus privaten Mitteln bezahlt worden waren. Kronprinz Rupprecht verteilte zunächst eine größere Zahl dieser Gedenkmedaillen ohne Öse und Band an offizielle Teilnehmer an der feierlichen Beisetzung seiner verstorbenen Eltern, später auch an solche Persönlichkeiten in Bayern, welche sich besondere Verdienste um die „Wiedererweckung und Pflege des vaterländischen Gedankens“ erworben hatten. Einer Anregung aus dem Kreise der Inhaber Folge leistend, gestatte er später, dass die Medaille auf Kosten der damit Geehrten mit Öse und Ring versehen und am Bande der Jubiläumsmedaille für die Armee vom Jahr 1905 getragen werden durfte.

Artikelnummer: 03472
35,00 €