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Georgien, Orden der Heiligen Tamara, Trägerportrait

Deutsches Reich, Portrait eines hohen geistlichen Würdenträgers im Frack. Er trägt am Hals zwei mir nicht näher bekannte Dekorationen, ein eindrucksvolles, etwa 13-teiliges Miniaturkettchen, sowie an der Brust ein ebenfalls unbekanntes Steckkreuz.

Dazwischen, als einzige für mich eindeutig zuordenbare Auszeichnung, der Orden der Heiligen Tamara („თამარ მეფის ორდენი“) der Demokratischen Republik Georgien, augenscheinlich in der besonders hochwertigen und großen Ausführung der Hofjuweliere J. Godet & Sohn, Berlin, in schwarzer und roter Emaille.

Postkartenformat, ohne Angabe von Ort oder Datum und ungelaufen. Rückseitig elf Zeilen umfangreiche, teils unleserliche Beschriftung „Fürstl. Gustav T. Taxis / Domänenrat / Ehrenkämmerer S.S. / Sr. Heiligkeit, […] / Santa Casa Loretto / comes Palatinus / [...] [...] Christus [...] / mit Reichspatent / de Graefe u. von / Gratkowski / Dr. Maier Alb. Matthes“.

Die Karte mittig geknickt, hiervon abgesehen in altersgemäß guter Erhaltung.

Der „Tamaraorden“ wurde ursprünglich 1915 von der provisorischen Georgischen Regierung gestiftet. Er war zur Verleihung an Angehörige der Georgischen Legion vorgesehen. Nach der Gründung der Demokratischen Republik Georgien wurde der Orden am 13. Dezember 1918 per Dekret 5352 bestätigt. Da die finanziellen Mittel der provisorischen und späteren georgischen Regierung begrenzt waren, erhielten die Beliehenen lediglich eine Verleihungsurkunde; die Dekorationen mussten auf eigene Kosten beschafft werden. Hieraus resultiert eine große Variantenvielfalt mit einem großen Qualitätsgefälle, woraus Sammler und Händler später „Ordensklassen“ konstruierten, die es so nie gab – der Orden war tatsächlich einklassig. Zur weiteren Geschichte der Auszeichnung vgl. http://www.ordenskunde.info/dtThamar.htm.

Artikelnummer: 03580
50,00 €