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Österreich, Tapferkeitsmedaille (9. Modell), Silberne Tapferkeitsmedaille I. Klasse

Kaisertum Österreich, Silberne Tapferkeitsmedaille I. Klasse, verliehen 1789 bis (nach) 1918, bzw. von 1789 bis 1809 als „Silbernes Ehrenzeichen bzw. Denkmünze für Tapferkeit“ und bis 1848 als (einklassige) „Silberne Tapferkeitsmedaille“.

Exemplar des neunten, ab Anfang April 1917 verliehenen Modells. Silber geprägt, an einfacher Kugelöse mit offenem Bandring. Amtspunzierung „A“ in Kreis des Hauptmünzamtes Wien am Rand.

Gute bis sehr gute, kaum getragene Erhaltung, stellenweise noch mit Stempelglanz, und insgesamt mit einer feinen Patina. Ohne Band.

Die Tapferkeitsmedaille wurde durch Kaiser Joseph II. mit Handschreiben vom 19. Juli 1789 an den damaligen Präsidenten des Hofkriegsrates, Feldmarschall Graf Kadik, auf Antrag des Feldmarschalls Laudon gestiftet „als Belohung einer im Kriege erfolgten tapferen Handlung und ein Ehrenzeichen für diejenigen, welche sich durch eine solche Tat ausgezeichnet haben, deren aber die Qualitäten zur Erlangung des für Offiziere bestimmten Maria-Theresien-Ordens fehlt“. Die Anfertigung neuer Prägestempel wurde hauptsächlich durch Regentenwechsel nötig gemacht. Am 19. August 1848 wurde eine kleinere „Silberne Tapferkeitsmedaille II. Klasse“ gestiftet, am 14. Februar 1915 folgte durch kaiserliches Befehlsschreiben die Stiftung einer (ebenfalls kleinformatigen) „Bronzenen Tapferkeitsmedaille“. Seit 29. November 1915 war die mehrmalige Verleihung derselben Stufe möglich; anstelle der Medaille wurde dann eine auf dem Band zu tragende stählerne „Spange“ ausgegeben.

Artikelnummer: 03756
85,00 €