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Baden, Friedrich-Luisen-Medaille

Großherzogtum Baden, Friedrich-Luisen-Medaille, verliehen 1906 bis 1918.

Bronze geprägt und vergoldet, mit der Signatur „R. M.“ des Medailleurs Prof. Rudolf Mayer, Karlsruhe, vorderseitig am Rande. An in zwei gebohrten Löchern fixiertem und möglicherweise zusätzlich verlötetem Drahtbügel.

Gute, getragene Erhaltung mit kleinen Randfehlern, die Vergoldung der erhabenen Stellen vorder- wie rückseitig etwas berieben. Ohne Band.

Die Friedrich-Luisen-Medaille wurde durch Großherzog Friedrich I. am 9. September 1906, seinem 80. Geburtstag, im Hinblick auf sein am 20. September stattfindendes 50-jähriges Ehejubiläum, gestiftet. Verliehen wurde sie „an Vorstandsmitglieder der Frauenvereine, des Vincentius- und des evangelischen Krankenvereins sowie ähnlicher Vereinigungen, an Ärzte, Oberinnen, Krankenschwestern und andere Personen, welche längere Zeit im Dienste der Wohltätigkeit oder Krankenpflege tätig sind oder sich sonst um sie besondere Verdienste erworben haben“. Laut Zeitz wurden bis 1912 etwa 1600 Verleihungen vorgenommen. Hessenthal und Schreiber gegen den Verleihungszeitraum bis 1918 an, vermutlich wurden die Verleihungen aber während des Weltkrieges zugunsten der Kriegsauszeichnungen eingestellt, oder zumindest erheblich reduziert.

Literatur: Volle, Henning. Badens Orden, Ehrenzeichen, Prämienmedaillen. Freiburg im Breisgau 1976. Vgl. S. 128–129.

Artikelnummer: 03766
120,00 €