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RESERVIERT - Baden, Gedächtnismedaille für 1849, Trägerportrait

Königreich Preußen, Portraitphoto eines Subalternoffiziers und Veteranen der Niederschlagung der badischen Revolution in Paradeuniform mit Epauletten. Er trägt eine 4er Ordensschnalle, an der sich folgende Auszeichnungen befinden:

- Preußen, Roter-Adler-Orden (4. Modell), IV. Klasse mit Schwertern;
- Preußen, Hohenzollernsche Denkmünze 1848/1849 für Kämpfer;
- Preußen, Dienstauszeichnungskreuz für 25 Dienstjahre der Offiziere;
- Baden, Gedächtnismedaille für 1849.

Der Roter-Adler-Orden am statutenmäßigen Bande, wie es bei Verleihungen auch mit Schwertern bis 1864 üblich war. Bei der badischen Gedächtnismedaille scheint es sich um ein Zweitstück an einfacher Ringöse zu handeln.

CDV-Format, undatiert und ohne Ortsangabe, wohl noch frühe 1860er-Jahren.

Gute bis sehr gute Erhaltung, nur ganz minimal stockfleckig; unbeschriftet.

Die Gedächtnismedaille, im Volksmund auch spöttisch „Brudermordmedaille“, wurde durch Großherzog Leopold am 29. August 1849 „für alle diejenigen, welche den letzten Feldzug 1849 gegen die Rebellen in Baden tadellos mitgemacht“ hatten, gestiftet. Statutengemäß waren das in erster Linie die Angehörigen des gemischten Bundeskorps, das vor allem aus preußischen, hessischen, württembergischen, bayerischen usw. Truppen bestand, es lassen sich jedoch auch Verleihungen an treugebliebene Badener nachweisen. Bemerkenswert ist, dass sie am Bande des Hausordens der Treue, Badens höchster Auszeichnung, getragen wurde.

Literatur: Volle, Henning. Badens Orden, Ehrenzeichen, Prämienmedaillen. Freiburg im Breisgau 1976. Vgl. S. 157–158.

RESERVIERT.

Artikelnummer: 03768
35,00 €