bg-head2.png

Schwarzburg, Silberne Ehrenmedaille für Verdienst im Kriege

Fürstentümer Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen, Silberne Ehrenmedaille für Verdienst im Kriege, verliehen 1914 bis 1918.

Verleihungsstück später Fertigung wohl ab Mai 1918. Zink bzw. „Kriegsmetall“ geprägt und versilbert, an buntmetallener Ringöse mit offenem Bandring.

Die Ringöse angeklebt(!), also modern nachfixiert oder gar ergänzt, außerdem der Medaillenrand im Bereich der Öse plangeschliffen. Merklich getragen. Ohne Band.

Gemäß einer Verfügung von Fürst Günther von Schwarzburg-Rudolstadt vom 21. August 1914 wurde die in Schwarzburg-Rudolstadt am 21. Oktober 1870 und in Schwarzburg-Sondershausen am 14. April 1871 gestiftete Medaille „für Verdienste vor dem Feinde für Militärpersonen vom Feldwebel abwärts“ in abgeänderter Prägung wieder verliehen, hauptsächlich an Staatsangehörige der beiden Fürstentümer. Am Band des Ehrenkreuzes wurde sie für Verdienst „vor dem Feinde“ verliehen. Ab 1. Januar 1916 war an „Militärpersonen, die zwar nicht Gelegenheit gefunden haben, sich vor dem Feinde auszuzeichnen, die sich aber durch besonders treue und gewissenhafte Pflichterfüllung, insbesondere bei der Etappe und den Besatzungstruppen, ein Verdienst im Kriege erworben haben“, auch eine Verleihung „am blauen Bande“ möglich. Insgesamt erfolgten etwa 13.700 Verleihungen am Kämpfer- und knapp 1000 Verleihungen am Nichtkämpferbande.

Literatur: Lehmann, Eike. Die Verdienstmedaille 1914 der Fürstentümer Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik Nr. 102 (April 2016). S. 91–96.

Artikelnummer: 03778
50,00 €