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Österreich, Leopold-Orden (3. Modell), Kommandeurkreuz mit Kriegsdekoration und Schwertern, Zweitstück von C. F. Rothe & Neffe

Kaisertum Österreich, österreichisch-kaiserlicher Leopold-Orden, Kommandeurkreuz mit Kriegsdekoration und Schwertern, verliehen 1860 bis 1918 bzw. 1922.

Zweitfertigung wohl aus den 1920er- oder frühen 1930er-Jahren. Silber, mehrteilig gefertigt, vergoldet und mehrfarbig, teils transluzid emailliert. In der starren Öse des Kreuzes Dianakopfpunze, Feingehaltspunzierung „900“ und Herstellerpunzierung „CFR“ der Firma Christian Friedrich Rothe & Neffe, Wien. Von den offiziellen, späten Kriegsfertigungen unterscheidet sich das Stück, neben dem verwendeten Material, vor allem durch die Kriegsdekoration, die nur einseitig emailliert und auf den Kronenpendilien aufgesplintet ist. Die Fertigungsqualität des Kreuzes ist noch hoch, womit sich das Stück deutlich von den späteren Sammleranfertigungen derselben Firma vor allem aus den 1970er- bis 1980er-Jahren abhebt.

Gute, leicht getragene Erhaltung mit nur ganz minimalen Blessuren der weißen Emaille. Die Vergoldung insgesamt etwas angelaufen, jedoch ebenfalls noch sehr schön. An konfektioniertem, insgesamt etwa 40 cm langem Halsband, dieses stellenweise verblasst.

Ex 53. Wormser Militaria-Auktion, Worms-Pfeddersheim, vom 3. März 2018.

Der österreichisch-kaiserliche Leopold-Orden wurde durch Kaiser Franz I. am Tag seiner Verlobung mit Maria Ludovika Beatrix von Modena, die seine dritte Gattin werden sollte, dem 8. Januar 1808, in ursprünglich drei Klassen gestiftet, die später mehrfach erweitert und ergänzt wurden. Die Verleihungen endeten mit der Monarchie im Herbst 1918, die Heller-Kommission nahm jedoch bis 1922 „nachträgliche Zuerkennungen“ von Kriegsauszeichnungen vor.

Literatur: Ortner, M. Christian und Ludwigstorff, Georg. Österreichs Orden und Ehrenzeichen. Teil I: Die kaiserlich-königlichen Orden bis 1918. Wien 2017. Vgl. Band 2, S. 6–141.

Artikelnummer: 03937
3.500,00 €