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Sachsen, Militär-St.-Heinrichs-Orden, Silberne Medaille (5. Modell)

Königreich Sachsen, Militär-St.-Heinrichs-Orden, Silberne Medaille, verliehen 1796 bis 1918, bzw. bis 1829 als Silberne „Militär-Verdienst-Medaille“.

Exemplar des fünften, ab 1849 geprägten und verliehenen Modells mit der Signatur „F. U.“ des Stempelschneiders Friedrich Ulbricht. Silber geprägt, an angelöteter kleiner, kugelförmiger Ringöse mit offenem Bandring.

Ordentliche, merklich getragene Erhaltung, etwas fleckig patiniert bzw. mit Resten einer alten Zaponierung. An schönem, etwa 11 cm langem Bandstück.

Die Militär-St.-Heinrichs-Medaille wurde durch Kurfürst Friedrich August III. am 17. März 1796 als „Militär-Verdienst-Medaille“ in zwei Stufen – Gold und Silber – gestiftet, um Verdienste von Unteroffizieren und Mannschaften, die sich vor dem Feinde auszeichneten, belohnen zu können, und nach gleichen Grundsätzen wie und am Bande des Militär-St.-Heinrichs-Ordens verliehen und getragen. König Anton erließ am 23. Dezember 1829 neue Statuten, durch die sie dem Orden als 5. Klasse affiliiert wurden. Die fünfte und endgültige Prägung vom Ulbricht’schen Stempel erfolgte zwischen 1849 und 1918 in der sächsischen Münze, ab 1870 auch in unbekannter Zahl bei Scharffenberg. Die Münze prägte insgesamt 8596 Silberne Medaillen. Verliehen wurden 202 Exemplare für verschiedene Kriegsschauplätze 1849, weitere 10 Exemplare für österreichische Soldaten 1859 im Krieg gegen Frankreich in Oberitalien und 1037 für den Krieg von 1870/71. Im Weltkrieg wurden, bis Ende 1917, 8299 Silberne Medaillen verliehen. Wie viele der 261 für den Krieg von 1866 verliehenen Medaillen aus der abweichenden Fertigung des Kammerjuweliers C. F. Rothe, Wien, stammten, ist nicht bekannt.

Literatur: Bartel, Frank. Sachsen Spezialkatalog, Band I. Orden und Ehrenzeichen des Königreiches Sachsen. Manuskript Gert Oswald. Cottbus 2011. Vgl. S. 125–128.

Artikelnummer: 04109
135,00 €