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RESERVIERT - Japan, Orden der Aufgehenden Sonne (1. Modell), V. Klasse, im Verleihungsetui

Kaiserreich Japan, Orden der Aufgehenden Sonne („Kyokujitsu shō“), Dekoration V. Klasse bzw. „zweifarbiger Orden der Aufgehenden Sonne“ („Kyokujitsu sōkōshō“), verliehen seit 1875.

Recht frühes Exemplar aus der Zeit des ersten, bis 2003 verliehenen Modells, noch aus der Meiji- oder der Taishō-Epoche. Silber, mehrteilig gefertigt, teils vergoldet und emailliert, an beweglich angebrachter Agraffe mit drei, fünf und drei Blüten.

Dazu das Verleihungsetui in der besonderen Ausführung für Ausländer und Prinzen kaiserlichen Geblüts mit roten Kordeln, wie es wohl nur bis zum Tod Kaiser Taishōs im Dezember 1926 verwendet wurde, aus Holz gefertigt und schwarz lackiert, der Deckel mit golden aufgemalter Bezeichnung unter Kikublume. Innen violette, beweglich angebrachte Samteinlage mit Aussparungen für den Orden.

Der Orden in guter, etwas getragener Erhaltung, die grüne Emaille der Kikublume rückseitig mit tragebedingtem Ausbruch. An konfektioniertem Band, rückseitig mit Tragehaken japanischer Art. Das Etui an den Ecken teilweise bestoßen, hiervon abgesehen, auch die Kordeln, noch sehr schön erhalten.

Ex Bene Merenti, Stuttgart, 11. Auktion vom 6. Februar 2016.

Der Orden der Aufgehenden Sonne wurde am 10. April 1875 durch den Kaiserlichen Staatsrat unter Kaiser Meiji-tennō mit Dekret Nr. 54 als erster der japanischen Orden in acht Klassen gestiftet. Die Insignien, die bis in die Gegenwart nahezu unverändert verliehen werden, wurden von dem bedeutenden Cloissonné-Künstler Haruyuki Hirata und von Seikichi Sugimura gestaltet. Von 1946 bis 1961 waren Verleihungen an Inländer, von wenigen Ausnahmen 1953, ausgesetzt. Im Jahr 2003 wurden die beiden unteren Klassen ersatzlos gestrichen, außerdem kann der Orden seitdem auch an Frauen verliehen werden.

RESERVIERT.

Artikelnummer: 04119
350,00 €