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Japan, Orden des Geheiligten Schatzes (1. Modell), VI. Klasse, im Verleihungsetui

Kaiserreich Japan, Orden des Geheiligten Schatzes („Zuihō shō“), Dekoration der VI. Klasse, genannt „6. Verdienstklasse“ („Kun-roku-tō zuihōshō“), verliehen seit 1888, bzw. seit 2003 als „einfarbiger Orden des Geheiligten Schatzes“ („Zuihō tankōshō“).

Recht frühes Exemplar aus der Zeit des ersten, bis 2003 verliehenen Modells, wohl noch aus der Meiji- oder der Taishō-Epoche. Silber, mehrteilig gefertigt und emailliert, an Kugelöse mit Bandring.

Dazu das Verleihungsetui in der besonderen Ausführung für Ausländer und Prinzen kaiserlichen Geblüts mit violetten Kordeln, wie es wohl nur bis zum Tod Kaiser Taishōs im Dezember 1926 verwendet wurde, aus Holz gefertigt und schwarz lackiert, der Deckel mit golden aufgemalter Bezeichnung unter Kikublume. Innen violette Samteinlage mit Aussparungen für den Orden und das Band.

Der Orden in guter, nur leicht getragener Erhaltung, die Emaille allenfalls minimal bestoßen. An konfektioniertem Dreiecksband, rückseitig mit Tragehaken japanischer Art. Das Etui mit merklichen Alters- und Gebrauchsspuren, der Deckeln an den Kanten teils deutlich bestoßen, die Kordeln jedoch noch sehr schön erhalten.

Ex Bene Merenti, Kornwestheim, 15. Auktion vom 24. Juni 2017.

Der Orden des Geheiligten Schatzes wurde am 4. Januar 1888 durch Kaiser Meiji-tennō mit Kaiserlichem Edikt Nr. 1 in acht Klassen gestiftet, die auch als solche bezeichnet wurden. Bereits am 22. Mai 1919 wurde der Orden auch für Frauen zugänglich gemacht, dennoch wurden seither, insbesondere in den höheren Klassen, nur wenige Verleihungen an Frauen vorgenommen. Von 1946 bis 1961 waren Verleihungen an Inländer, von wenigen Ausnahmen 1953, ausgesetzt. Im Jahr 2003 wurden die Insignien geringfügig umgestaltet, außerdem die beiden unteren Klassen ersatzlos gestrichen.

Artikelnummer: 04239
280,00 €