Bayern, Goldene-Hochzeits-Erinnerungsmünze, an 2er Ordensschnalle

Deutsches Reich, 2er Ordensschnalle eines bayerischen Patrioten der Nach- bzw. Zwischenkriegszeit, mit folgenden Auszeichnungen:

 

• Bayern, Goldene-Hochzeits-Erinnerungsmünze;

• Deutsche Ehrendenkmünze des Weltkrieges.

 

Bei der Goldene-Hochzeits-Erinnerungsmünze handelt es sich um ein vergabemäßiges Exemplar in geschwärztem Stahl, das privat gehenkelt wurde. Die Schnalle mit gerafft vernähten Bändern; rückseitig breite, versilberte Tragenadel sowie Reste einer weißen Seidenabdeckung.

 

Die Medaillen in guter, leicht getragener, aber unbeschädigter Erhaltung, die Bänder etwas verblasst sowie die rückseitige Seidenabdeckung beinahe völlig zerschlissen. Die Goldene-Hochzeits-Erinnerungsmünze wurde, als wahrscheinlichste aller Optionen, an die vormals unvollständige Ordensschnalle ergänzt.

 

König Ludwig III. hatte die Absicht, an diejenigen Truppenteile, deren Inhaber er war, als Weihnachtsgabe im Jahre 1918 eine Geschenkmedaille verteilen zu lassen. Diese Medaille sollte zugleich ein nachträgliches Erinnerungszeichen sein an die Feier der goldenen Hochzeit des Königspaares am 20. Februar 1918. Es wurden davon ungefähr 14.000 Stück aus schwarz gebeiztem Eisen hergestellt und zwar, weil nicht zum Tragen bestimmt, ohne Öse und Ring. Der Entwurf der Vorderseite stammt von Professor Theodor Georgii, derjenige der Rückseite von Münzmeister Alois Boersch, beide in München. Die Novemberrevolution verhinderte jedoch die Verteilung der Medaillen und diese ruhten dann in Kisten verwahrt mehrere Jahre unbeachtet auf dem Dachboden des Münzgebäudes in München. Erst im Frühjahr 1922 wurden sie an Kronprinz Rupprecht ausgefolgt, weil die Herstellungskosten von seinem am 18. Oktober 1921 verstorbenen Vater aus privaten Mitteln bezahlt worden waren. Kronprinz Rupprecht verteilte zunächst eine größere Zahl dieser Gedenkmedaillen ohne Öse und Band an offizielle Teilnehmer an der feierlichen Beisetzung seiner verstorbenen Eltern, später auch an solche Persönlichkeiten in Bayern, welche sich besondere Verdienste um die „Wiedererweckung und Pflege des vaterländischen Gedankens“ erworben hatten. Einer Anregung aus dem Kreise der Inhaber Folge leistend, gestatte er später, dass die Medaille auf Kosten der damit Geehrten mit Öse und Ring versehen und am Bande der Jubiläumsmedaille für die Armee vom Jahr 1905 getragen werden durfte.

 

Literatur: Hesse Edler von Hessenthal, Waldemar, und Schreiber, Georg. Die tragbaren Ehrenzeichen des Deutschen Reiches einschließlich der vormals selbständigen deutschen Staaten sowie des Kaisertums und des Bundesstaates Österreich, der Freien Stadt Danzig, des Großherzogtums Luxemburg, des Fürstentums Liechtenstein und der Ehrenzeichen der NSDAP. Berlin 1940. Vgl. S. 88.

Artikelnummer:
4722

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