Bayern, Verdienstorden vom heiligen Michael (2. Modell), Silberne Verdienstmedaille (1. Ausgabe)

Königreich Bayern, Königlicher Verdienstorden vom heiligen Michael, Silberne Verdienstmedaille, verliehen 1887 bis 1918.

 

Exemplar der ersten, wohl nur bis etwa zur Stiftung der bronzenen Medaille im Jahre 1894 gefertigten Ausgabe mit der kleineren Signatur „A. BÖRSCH“ des Medailleurs Alois Börsch, die hier nur ganz schwach, beinahe unsichtbar ausgeprägt wurde. Silber geprägt, an stabiler, angelöteter Ringöse, durch diese ein privat ergänzter, versilberter Sprungring.

 

Gute Erhaltung mit nur leichten Tragespuren sowie einer sehr hübschen Patina. Ohne Band.

 

Der ursprünglich 1693 von Joseph Clemens von Bayern, Kurfürst und Erzbischof von Köln gestiftete Michaels-Orden wurde bis 1812 nach und nach in den dreiklassigen Ritter-Haus-Orden vom heiligen Michael umgeformt. Diesen wandelte schließlich König Ludwig I. am 18. Januar 1837 in den anfangs dreiklassigen Verdienstorden vom heiligen Michael um, der mehrfach erweitert und 1887 völlig neu organisiert wurde. Mit der Abdankung König Ludwig III. im November 1918 wurden die Verleihungen eingestellt. Deren Gesamtzahl scheint nicht bekannt zu sein, dürfte sich aber, über alle Ausgaben hinweg, im höheren vierstelligen Bereich bewegen.

 

Literatur: Bergmann, Werner. Prägevarianten bei den Medaillen des Verdienstordens vom Heiligen Michael. In: Orden-Militaria-Magazin Nr. 34 (Februar 1990). S. 5–6.

Artikelnummer:
4673

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