Deutsches Reich, Ehrenkreuz für Frontkämpfer, an 3er Ordensschnalle

Deutsches Reich, 3er Ordensschnalle eines wahrscheinlich vormals preußischen Veteranen bzw. Frontkämpfers des Ersten Weltkrieges, mit folgenden Auszeichnungen:

• Deutsches Reich, Ehrenkreuz für Frontkämpfer;

• Ungarn, Ungarische Weltkriegs-Erinnerungsmedaille für Frontkämpfer;

• Bulgarien, Weltkriegs-Erinnerungsmedaille.

Die Ordensschnalle mit sauber bogenförmig konfektionierten Bändern, rückseitig stabile Tragenadel und eine rote Stoffabdeckung ohne ein Herstelleretikett.

Die Auszeichnungen selbst in guter, wenig getragener Erhaltung, jedoch das ungarische Band verblasst sowie das bulgarische tragebedingt zerschlissen.

Das Ehrenkreuz für Frontkämpfer wurde durch eine Verordnung den Reichspräsidenten von Hindenburg vom 3. Juni 1934, zugleich mit dem Ehrenkreuz für (sonstige) Kriegsteilnehmer und dem Ehrenkreuz für Witwen und Eltern, „zur Erinnerung an die unvergänglichen Leistungen des deutschen Volkes im Weltkriege“ gestiftet. Mit dieser Auszeichnung, ebenso wie auch z. B. durch den „Tag von Potsdam“, bemühten sich die Faschisten, sich mit dem „alten Konservativismus“ auszusöhnen. Entgegen regelmäßiger Falschbenennung durch die Sammlerschaft wurde das „Hinterbliebenen-Ehrenkreuz“ zu keinem Zeitpunkt an die Waisen der gefallenen Soldaten verliehen.

Literatur: Hesse Edler von Hessenthal, Waldemar, und Schreiber, Georg. Die tragbaren Ehrenzeichen des Deutschen Reiches einschließlich der vormals selbständigen deutschen Staaten sowie des Kaisertums und des Bundesstaates Österreich, der Freien Stadt Danzig, des Großherzogtums Luxemburg, des Fürstentums Liechtenstein und der Ehrenzeichen der NSDAP. Berlin 1940. Vgl. S. 120/121.

Artikelnummer:
4977

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