Baden, Gedächtnismedaille für 1849

Großherzogtum Baden, Gedächtnismedaille, gestiftet und verliehen 1849.

 

Offizielle, badische Prägung in Geschützbronze mit gut ausgeprägter Signatur „K“ des Stempelschneiders Kachel, an in zwei gebohrten Löchern fixiertem Drahtbügel.

 

Der Drahtbügel weicht in seiner Form vom üblichen Standard ab, es dürfte sich um eine spätere Reparatur bzw. Ergänzung handeln. Hiervon abgesehen deutlich getragene und verputzte Erhaltung, auch mit Bearbeitungsspuren. An schmalem, 17 cm langem Band.

 

Ex Antiquitäten Metz GmbH, 156. unlimitierte Auktion vom 21. Juli 2018.

 

Die Gedächtnismedaille, im Volksmund auch spöttisch „Brudermordmedaille“, wurde durch Großherzog Leopold am 29. August 1849 „für alle diejenigen, welche den letzten Feldzug 1849 gegen die Rebellen in Baden tadellos mitgemacht“ hatten, gestiftet. Statutengemäß waren das in erster Linie die Angehörigen des gemischten Bundeskorps, das vor allem aus preußischen, hessischen, württembergischen, bayerischen usw. Truppen bestand, es lassen sich jedoch auch Verleihungen an treugebliebene Badener nachweisen. Bemerkenswert ist, dass sie am Bande des Hausordens der Treue, Badens höchstem Orden, getragen wurde.

 

Literatur: Volle, Henning. Badens Orden, Ehrenzeichen, Prämienmedaillen. Freiburg im Breisgau 1976. Vgl. S. 157–158.

Artikelnummer:
4662

Der Artikel unterliegt der Differenzbesteuerung.
Preis exklusive Versand.

80.00 €
Kaufen