Baden, Gedächtnismedaille für 1849

Großherzogtum Baden, Gedächtnismedaille, gestiftet und verliehen 1849.

Offizielle, badische Prägung in Geschützbronze, die Signatur „K“ des Stempelschneiders Kachel gut erkennbar ausgeprägt, an in zwei gebohrten Löchern fixiertem Drahtbügel.

Gute, etwas getragene, aber unbeschädigte Erhaltung. An knapp 4 cm „langem“ Bandrest.

Ex Fritz Rudolf Künker GmbH, Osnabrück, eLive Auction 66, vom 25./26. Mai 2021.

Die Gedächtnismedaille, im Volksmund auch spöttisch „Brudermordmedaille“, wurde durch Großherzog Leopold am 29. August 1849 „für alle diejenigen, welche den letzten Feldzug 1849 gegen die Rebellen in Baden tadellos mitgemacht“ hatten, gestiftet. Statutengemäß waren das in erster Linie die Angehörigen des gemischten Bundeskorps, das vor allem aus preußischen, hessischen, württembergischen, bayerischen usw. Truppen bestand, es lassen sich jedoch auch Verleihungen an treugebliebene Badener nachweisen. Bemerkenswert ist, dass sie am Bande des Hausordens der Treue, Badens höchstem Orden, getragen wurde.

Literatur: Volle, Henning. Die Orden und tragbaren Ehrenzeichen des Großherzogtums und der Republik Baden. Freiburg im Breisgau 2019. Vgl. S. 419–425.

Artikelnummer:
5330

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