Baden, Gedächtnismedaille für 1849

Großherzogtum Baden, Gedächtnismedaille, gestiftet und verliehen 1849.

Offizielle, badische Prägung in Geschützbronze, die Signatur „K“ des Stempelschneiders Kachel jedoch praktisch unsichtbar, an in zwei gebohrten Löchern fixiertem Drahtbügel.

Überdurchschnittlich gute, nur wenig getragene und wohl unverputzte Erhaltung. An zeitgenössischem, etwa 13 cm langem Band, dieses insgesamt etwas angeschmutzt.

Die Gedächtnismedaille, im Volksmund auch spöttisch „Brudermordmedaille“, wurde durch Großherzog Leopold am 29. August 1849 „für alle diejenigen, welche den letzten Feldzug 1849 gegen die Rebellen in Baden tadellos mitgemacht“ hatten, gestiftet. Statutengemäß waren das in erster Linie die Angehörigen des gemischten Bundeskorps, das vor allem aus preußischen, hessischen, württembergischen, bayerischen usw. Truppen bestand, es lassen sich jedoch auch Verleihungen an treugebliebene Badener nachweisen. Bemerkenswert ist, dass sie am Bande des Hausordens der Treue, Badens höchstem Orden, getragen wurde.

Literatur: Volle, Henning. Badens Orden, Ehrenzeichen, Prämienmedaillen. Freiburg im Breisgau 1976. Vgl. S. 157–158.

Artikelnummer:
4861

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