Baden, Militär-Dienstauszeichnung (1. Modell), II. Klasse, von Peter Willet

Großherzogtum Baden, Militär-Dienstauszeichnung II. Klasse, verliehen 1831 bis wohl 1922.

Exemplar des ersten, bis 1868 verliehenen Modells, der Schnalle für achtzehn Dienstjahre. Silberblech hohlgeprägt, rückseitig ein ebenfalls aus Silberblech gefertigter Bügel zum Durchziehen des Bandes angelötet, dieser mit Herstellerpunzierung „P. Willet“ des Hofbijoutiers Peter Willet, Karlsruhe, der lediglich bis etwa 1840 aktiv war.

Unmontiertes Exemplar ohne Band und Trageblech, hiervon abgesehen in guter bis sehr guter, unbeschädigter Erhaltung und mit einer sehr schönen, gleichmäßigen Patina.

Diese zweite Klasse gilt als seltenste der badischen DA-Schnallen und fehlt(e) auch in einigen größeren Baden-Sammlungen. Als Willet-Fertigung der 1830er-Jahre besonders reizvoll!

Die „Dienstauszeichnung für Soldaten vom Feldwebel und Wachtmeister abwärts“ wurde durch Großherzog Leopold am 18. Februar 1831 „für lange und treugeleistete Dienste in der Linie“, zugleich mit einem Kreuz für 25 Dienstjahre der Offiziere, in drei Klassen gestiftet, die nach zwölf, achtzehn und fünfundzwanzig Dienstjahren verliehen wurden, wobei Jahre mit Beteiligung an Feldzügen doppelt angerechnet wurden. Die Verordnung wurde einige Male angepasst, was die Empfangsberechtigten und die Voraussetzungen angeht, bis sie schließlich nach Einführung der allgemeinen Wehrpflicht am 6. Mai 1868 durch ein neues Modell ersetzt wurde, das, bei gestalterischer Kontinuität, nun nach preußischem Vorbild bereits für neun, fünfzehn und einundzwanzig Dienstjahre verliehen wurde.

Literatur: Volle, Henning. Die Orden und tragbaren Ehrenzeichen des Großherzogtums und der Republik Baden. Freiburg im Breisgau 2019. Vgl. S. 358–384.

Artikelnummer:
5178

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