Hohenzollern, Fürstlicher Hausorden (3. Modell), Ehrenkreuz III. Klasse, an 2-teiliger Ordensschnalle

Königreich Preußen, 2-teilige Große Ordensschnalle entweder eines „Würdenträgers“ aus dem Umfeld des Fürsten von Hohenzollern, oder eines jüngeren Subalternoffiziers mutmaßlich des Füsilier-Regiments Nr. 40, mit folgenden Auszeichnungen:

• Hohenzollern, Fürstlicher Hausorden (3. Modell), Ehrenkreuz III. Klasse;

• Hohenzollern, Silberne Carl-Anton-Erinnerungsmedaille.

Die Auszeichnungen verliehene Originale, der Hausorden ohne ersichtliche Kennzeichnung des Herstellers. Die Schnalle mit bogenförmig konfektionierten Bändern und rückseitig mit einer stabilen, stählernen Tragenadel, jedoch ohne eine Stoffabdeckung.

Gute, etwas getragene Erhaltung sowohl der Auszeichnungen als auch der Ordensschnalle selbst; die Auszeichnungen ohne größere Beschädigungen, die Bänder jedoch insgesamt etwas angeschmutzt.

Der Fürstliche Hausorden von Hohenzollern wurde am 5. Dezember 1841 gemeinsam durch die Fürsten Friedrich Wilhelm Constantin von Hohenzollern-Hechingen und Fürst Carl von Hohenzollern-Sigmaringen zunächst zweiklassig nebst affiliierter, wiederum zweistufiger Verdienstmedaille unter der Bezeichnung „Fürstlich Hohenzollernsches Ehrenzeichen“ als gemeinsamer fürstlicher Hausorden unter dem Protektorat des Königs von Preußen gestiftet. Bereits 1844 wurde eine III. Klasse hinzugefügt. Nach der Abtretung der Fürstentümer an das Königreich Preußen mit Staatsvertrag vom 7. Dezember 1849 stiftete König Friedrich Wilhelm IV. am 18. Januar 1851 den Königlichen Hausorden von Hohenzollern, der vom fürstlichen Hausorden unabhängig bestand. Unter dem 20. März 1852 erhielt der fürstliche Hausorden neue Statuten, die den veränderten Verhältnissen Rechnung trugen; die nun zu preußischen Untertanen gewordenen Fürsten verliehen den Orden mit Genehmigung des Königs weiter. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 wurden, auf Anregung König Wilhelm I., die Schwerter zu allen Klassen gestiftet. Nach dem Aussterben der Hechinger Linie 1869 nannte sich die überlebende Sigmaringer Linie „Fürsten von Hohenzollern“. Durch diese wurde der Orden, bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, mehrfach erweitert, sodass er zuletzt über eine große Klassen- und Stufenvielfalt verfügte. Mit dem Tod des Fürsten Friedrich am 6. Februar 1965 dürften die Verleihungen an „Untertanen“ eingestellt worden sein. Vom Ehrenkreuz III. Klasse erfolgten – über drei Modelle hinweg! – insgesamt 1356 Verleihungen.

Literatur: Link, Eva und Gauggel, Heinz. Fürstlich Hohenzollernsche Orden und Ehrenzeichen. Fridingen 1985. Vgl. S. 13–123, vor allem S. 122/123 u. S. 167 ff.

Artikelnummer:
5662

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