Großherzogtum Oldenburg, Großherzoglich Oldenburgischer Haus- und Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig, Ehrenkreuz II. Klasse mit Schwertern, verliehen 1866 bis wohl 1920, bzw. bis 1883 als „Allgemeines Ehrenzeichen II. Klasse mit Schwertern“.
Relativ spätes Exemplar der zweiten Ausführung, mit kleiner Krone über dem Wappen im Medaillon der Rückseite, in einer Fertigung des Hofgoldschmieds Bernhard Knauer, Oldenburg. Silber, einteilig massiv geprägt, an angelöteter Ringöse mit Bandring.
Ordentliche, getragene und stellenweise bestoßene Erhaltung, insgesamt etwas verputzt und mit alten Putzmittelrückständen, jedoch auch mit einer hübschen Patina. An modernem Bandstück.
Der Großherzoglich Oldenburgische Haus- und Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig wurde durch Großherzog Paul Friedrich August von Oldenburg am 27. November 1838 zur Erinnerung an die am 27. November 1813 erfolgte Rückkehr des durch Napoléon abgesetzten Peter Friedrich Ludwig in ursprünglich vier Klassen gestiftet, und wurde später sukzessive erweitert. Ab 1856 konnte der Orden mit Schwertern verliehen werden, nach preußischem Vorbild wurden außerdem „Schwerter am Ring“ gestiftet. Laut Beyreiß wurden insgesamt 157 Ehrenkreuze II. Klasse mit Schwertern, hauptsächlich für den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 sowie an Unteroffiziere in den Kolonien.
Literatur: Beyreiß, Friedhelm. Der Hausorden und die tragbaren Ehrenzeichen des Großherzogtums Oldenburg 1813–1918. Norderstedt 1997. S. 81–82.
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