VERKAUFT - Sachsen-Altenburg, 4er Feldspange des Wehrmacht-Generalleutnants Walter Poppe

Deutsches Reich, 4-teilige Kleine Ordensschnalle („Feldspange“) des späteren Wehrmacht-Generalleutnants Walter Poppe (1892–1962), mit den Bändern folgender Auszeichnungen:

• Preußen, Eisernes Kreuz 1914 II. Klasse;

• Sachsen-Altenburg, Sachsen-Ernestinischer Hausorden, Ritterkreuz II. Klasse mit Schwertern;

• Hamburg, Hamburgisches Hanseatenkreuz;

• Bulgarien, Militärverdienst-Orden, Kreuz V. Klasse.

Straff vernähte Bänder, teilweise mit aufgelegten versilberten Schwertern. Rückseitig mit einer roten Stoffabdeckung sowie einem stabilen, stählernem Nadelsystem.

Gute bis sehr gute, kaum getragene Erhaltung, mit beinahe vollkommen farbfrischen Bändern.

Ex Sammlung Richard „Rick Research“ Lundström, Oxford (MA), U. S. A., anbei Poppes Personalakte, auch eine Photographie enthaltend, in Kopie; erworben bei Ex Bene Merenti, Stuttgart, 12. Auktion vom 6. Juni 2016; vgl. auch https://gmic.co.uk/topic/44237-the-ribbon-bar-of-gl-walter-poppe/

Poppe war während des Weltkriegs Leutnant im 4. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 72 und wurde auch mit dem EK1 ausgezeichnet. In der Zwischenkriegszeit war er im 100.000-Mann-Heer als Eskadronsoffizier in den Reiter-Regimentern Nr. 16 und Nr. 13. Als nunmehriger Hauptmann kam er 1925 als Chef zur 8. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 16. Bei der Mobilmachung im Sommer 1939 wurde ihm das Kommando des Infanterie-Regiments 465 übertragen und er kam als Besatzungstruppe in das Protektorat Böhmen und Mähren, wobei im Frühjahr 1940 die Verlegung an die Westfront folgte. Der Russlandfeldzug sollte im kommenden Jahr folgen. Im Januar 1942 trat er die Nachfolge des Generalleutnant Wetzel an und befehligte die 255. Infanterie-Division. Auf die Beförderung zum Generalmajor im April sollte das Kommando über die Division folgen und am 20. Mai 1942 dann das Deutsche Kreuz in Gold. Bis zur Auflösung sollte er mehrere Monate die 217. Infanterie-Division befehligen, deren Auflösung mit seiner Versetzung in die Führerreserve resultierte. Im Januar 1944 sollte er das Kommando über die 77. I.D. in der Normandie erhalten, woraufhin er allerdings schon im April 1944 wieder in die Führerreserve versetzt werden sollte. Erneut wurde er im Juli 1944 mit dem Kommando der 59. Infanterie-Division betraut und war maßgeblich an der Abwehr der alliierten Operation „Market Garden“ zur Eroberung der Brücken von Arnheim, Eindhoven und Nijmwegen beteiligt. Als Kommandeur der 467. Division geriet er am 3. Mai 1954 bei Aisenbach in Kriegsgefangenschaft. Er war Autor des Buches „Kurze Geschichte der 77. Inf.-Division“, und verstarb 1962.

VERKAUFT.

Artikelnummer:
5329

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