Herzogtum Sachsen-Altenburg, Sachsen-Ernestinischer Hausorden, Goldene Verdienstmedaille, verliehen 1871 bis 1918.
Exemplar des unter Herzog Ernst II. ab August 1909 verliehenen dritten Modells, hier in der Ausführung mit der Stempelschneidersignatur „L. CHR. LAUER NÜRNBERG“ unter dem Halsabschnitt. Silber geprägt und vergoldet, ohne eine Feingehaltspunzierung auf dem Rand. An angelöteter Ringöse, durch diese ein offener Bandring.
Gute bis sehr gute, nur wenig getragene Erhaltung, die Vergoldung noch sehr farbfrisch und lediglich stellenweise fleckig patiniert. An etwa 8 cm „langem“, alt vernähtem Bandstück.
Ex Auktionshaus Bene Merenti GmbH, Ludwigsburg, 53. Auktion vom 29. November 2024.
Der Herzoglich Sachsen-Ernestinische Hausorden wurde am 25. Dezember 1833 von den Herzögen Friedrich von Sachsen-Altenburg, Ernst I. von Sachsen-Coburg und -Gotha und Bernhard II. Erich Freund von Sachsen-Meiningen als gemeinsamer Orden der Herzogtümer gestiftet. Während sich bei den Ordenskreuzen lediglich die des ersten Modells durch ein auf dem oberen Kreuzarm aufgelegtes Monogramm des Stifters dem verleihenden Herzogtum zuordnen lassen, zeigen die Medaillen, die in Silber und Gold verliehen wurden, stets das Portrait des jeweiligen Herrschers. Als staatliche Auszeichnung erlosch der Orden mit dem Ende der Monarchie 1918. Unter Herzog Ernst II. lassen sich insgesamt 274 Verleihungen „friedensmäßiger“ Goldener Verdienstmedaille nachweisen, die sich zudem auf mehrere Stempelvarianten verteilen.
Literatur: Kirmse, Ralph. Der Herzoglich Sachsen Ernestinische Haus-Orden. Altenburg 2021. Vgl. Band III, S. 839–856, hier v. a. S. 841, außerdem S. 1036–1037.
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