Deutsches Reich, Kolonial-Denkmünze für Farbige der Schutz- und Polizeitruppen

Deutsches Reich, Kolonial-Denkmünze, verliehen ab 1912.

Besondere Ausführung für farbige Angehörige der Schutz- und Polizeitruppen. Bronze geprägt und patiniert, an gelochtem Ösensegment, durch das der offene Bandring mit einem kleinen Verbindungsringchen befestigt ist.

Gute bis sehr gute, kaum oder tatsächlich ungetragene Erhaltung, lediglich stellenweise etwas fleckig patiniert. An jüngerem Bandstück

Als zweifelsfreies Original von größter Seltenheit, nur vereinzelte Exemplare bekannt!

Nachdem für die Teilnehmer der China-Expedition und für die Niederschlagung der Aufstände in Südwestafrika bereits spezielle Denkmünzen gestiftet und verliehen wurden, stiftete Kaiser Wilhelm II. am 13. Juni 1912 die Kolonial-Denkmünze für die Teilnehmer derjenigen bisherigen wie zukünftigen überseeischen Gefechte usw., die die Stiftung einer eigenen Denkmünze nicht rechtfertigten. Berücksichtigt wurden Aktivitäten rückwirkend bis zum Jahr 1888, Gefechtsspangen für 1913 bzw. 1914 wurden nachgestiftet. Außerdem gab es eine besondere Ausgabe der Medaille für farbige Angehörige der Schutz- und Polizeitruppen. Mit 4222 nachweisbaren Verleihungen ist die Kolonial-Denkmünze weitaus seltener anzutreffen als die China- und Südwestafrika-Denkmünze.

Literatur: Döbel, Bernd. Die Kolonialdenkmünze. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik Nr. 83 (Februar 2013). S. 2–20.

Artikelnummer:
6997

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