Deutsches Reich, Südwestafrika-Denkmünze in Bronze, Zweitstück

Deutsches Reich, Südwestafrika-Denkmünze in Bronze, verliehen ab 1907.

Wohl zeitgenössische Zweitfertigung („Schnallenstück“) ohne die Signatur des Medailleurs am Schulterabschnitt der Germania. Bronze geprägt und vergoldet, an offenem, stählernem Bandring mit kleinerem, buntmetallenem Zwischenringchen.

Ordentliche, merklich getragene bzw. verputzte Erhaltung, die Vergoldung an der Kante teils stark berieben, wobei es sich um eine größere Prüfspur handeln könnte. Ohne Band.

Ex Hermann Historica oHG, München, 66. Auktion, 6. Mai 2013.

Die Südwestafrika-Denkmünze wurde durch Kaiser Wilhelm II. am 19. März 1907 gestiftet, und zwar in Bronze für alle an der Niederwerfung der „Eingeborenen-Aufstände“ in der deutschen Kolonie Südwestafrika 1904 bis 1906 beteiligt gewesenen Streitkräfte, sowie für die an der Kranken- und Verwundetenpflege beteiligten Personen. In Stahl erhielten die Medaille solche Personen, die an den Vorbereitungen zur Entsendung der Streitkräfte in außergewöhnlichem Maße beteiligt waren, ebenso Angehörige der Besatzung von Schiffen deutscher Reedereien, die zur Beförderung von Truppen und Kriegsbedarf nach und von Südwestafrika gechartert waren. Wie bereits bei der China-Denkmünze stammt auch hier der Entwurf von Kaiser Wilhelm II., die Prägestempel schnitt der Medailleur Schultz von der Berliner Hauptmünze.

Literatur: Hesse Edler von Hessenthal, Waldemar, und Schreiber, Georg. Die tragbaren Ehrenzeichen des Deutschen Reiches einschließlich der vormals selbständigen deutschen Staaten sowie des Kaisertums und des Bundesstaates Österreich, der Freien Stadt Danzig, des Großherzogtums Luxemburg, des Fürstentums Liechtenstein und der Ehrenzeichen der NSDAP. Berlin 1940. Vgl. S. 113.

Artikelnummer:
5199

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