Preußen, Bronzene Staatsmedaille für Geflügelzucht (1. Modell, 1. Ausgabe), im Verleihungsetui

Königreich und Freistaat Preußen, Bronzene Staatsmedaille für Geflügelzucht, verliehen 1887 bis 1915 und 1921 bis 1934.

Exemplar der ersten, bis 1907 vom ursprünglichen Aversstempel mit der Jahreszahl „1887“ geprägten Ausgabe des ersten, bis 1915 verliehenen königlichen Modells. Kupfer geprägt und bronziert, mit Künstlersignaturen „M. LANDSBERG F.“ und „WEIGAND SC.“ auf der Vorderseite. In bronziertem Kupfer wurden bis 1907 insgesamt 2420 Exemplare geprägt.

Dazu das schmucklose, mit schwarzem Lederimitat bezogene Verleihungs- bzw. Vergabeetui mit stabilem Druckknopf, innen mit violetter Samteinlage mit Aussparung für die Medaille und ebenfalls violetter Seidenverkleidung des Himmels.

Die Medaille mit winzigen Randfehlern und anderen leichten Alters- bzw. Gebrauchsspuren, außerdem auf der Vorderseite stellenweise etwas „grünspanig“. Das Etui an den Kanten etwas bestoßen, jedoch insgesamt wohl noch in überdurchschnittlicher Erhaltung.

Die Staatsmedaille für Geflügelzucht wurde 1887 in zwei Stufen, Bronze und Silber, zugleich mit der Staatsmedaille für Hundezucht gestiftet. Verliehen wurde die Medaille durch das Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. Nachdem die Verleihungen während des Weltkrieges ausgesetzt waren, wurden sie ab 1920 in veränderter Gestaltung wieder aufgenommen. Die Umbenennung der Behörde zu „Ministerium für Landwirtschaft“ im Jahre 1933 machte eine letzte Abänderung der preußischen Medaille nötig, bevor sie nach 1934, im Zuge der Gleichschaltung, durch ein reichsweit verliehenes Modell ersetzt wurde.

Literatur: Bannicke, Elke und Tewes, Lothar: Die preußischen Staatsmedaillen für landwirtschaftliche Verdienste und Leistungen von 1783 bis 1934. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Sammler und Forscher. BDOS-Jahrbuch 2004. S. 98–113.

Artikelnummer:
5078

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