Preußen, Kriegerverdienstmedaille (2. Modell)

Königreich Preußen, Kriegerverdienstmedaille, verliehen 1835 bis 1918.

Probemäßiges Exemplar des zweiten, ab Ende 1872 geprägten Modells mit dem Monogramm König Wilhelm I., wie es bis zum Ende der Monarchie und somit der Verleihungen 1918 vergeben wurde. Silber, an angelöteter Ringöse mit offenem Bandring.

Von einem Randfehler auf etwa sechs Uhr abgesehen in guter, wenig getragener Erhaltung, und mit einer besonders feinen Patina. An zwar altem, aber möglicherweise nicht ganz korrektem, 25 mm schmalen und etwa 12 cm langen Bandstück.

Wie die Roter-Adler-Orden-Medaille und die Kronen-Orden-Medaille stand auch die 1835 eingeführte Kriegerverdienstmedaille außerhalb des offiziellen Auszeichnungssystems Preußens. Ihre Vergabe fiel nicht in die Zuständigkeit der Generalordenskommission, Urkunden wurden regelmäßig nicht ausgestellt, die Vergaben nicht publiziert. Ab 1888 wurde sie an Soldaten, die bereits an einem Feldzug teilgenommen hatten, am schwarz-weißen Band verliehen, andernfalls am weiß-schwarzen. Von den Vergaben an schwarze Soldaten in den Kolonien abgesehen, wurde sie erst im Weltkrieg zu einer tatsächlichen Tapferkeits- bzw. Kriegsauszeichnung und wurde an die Mannschafts- und Unteroffiziersgrade der verbündeten Mächte verliehen, denen man das Eiserne Kreuz nicht verleihen wollte.

Literatur: Hesse Edler von Hessenthal, Waldemar, und Schreiber, Georg. Die tragbaren Ehrenzeichen des Deutschen Reiches einschließlich der vormals selbständigen deutschen Staaten sowie des Kaisertums und des Bundesstaates Österreich, der Freien Stadt Danzig, des Großherzogtums Luxemburg, des Fürstentums Liechtenstein und der Ehrenzeichen der NSDAP. Berlin 1940. Vgl. S. 367/368.

Artikelnummer:
4895

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