Preußen, Krönungsmedaille am Bande (1. Ausgabe)

Königreich Preußen, Krönungsmedaille am Bande, verliehen 1862 bis (nach?) 1869.

Exemplar der ersten, am 17. April 1862 ausgelieferten Prägung mit Signatur „W. KULLRICH F.“ des Ersten Medailleurs an der Berliner Münze, Friedrich Wilhelm Kullrich. Goldbronze geprägt, an gerillter Ringöse mit offenem Bandring.

Gute, nur wenig getragene Erhaltung, jedoch vor allem vorderseitig mit etwas fleckiger Patina. An etwa 14 cm langem, zum Tragen im Knopfloch konfektioniertem Band.

Ex Fritz Rudolf Künker GmbH, Osnabrück, eLive Auction 44 vom 6. April 2017.

Die „Krönungsmedaille am Bande“ wurde durch König Wilhelm I. am 22. März 1862 „für alle Personen, die bei der Krönung des Königspaares zu Königsberg i. Pr. am 18. Oktober 1861 dienstlich anwesend waren“ gestiftet. Getragen wurde die Medaille am orangegelben Band. Eigentlich nur für Inländer vorgesehen, wurde sie später auch der russischen Militärabordnung zuerkannt; diese trug sie jedoch an einem dunkelkornblumenblauen Band. Von der ersten Ausgabe wurden 4500 Exemplare geprägt. Die Abwicklung der Verleihungen zog sich über Jahre hin, sodass 1869 weitere 500 Exemplare bestellt werden mussten. Diesen fehlt die Signatur Kullrichs.

Literatur: Bannicke, Elke und Tewes, Lothar. Huldigungs-, Krönungs- und Königsmedaillen – königlich-preußische Ehrengeschenke im Wandel der Zeiten von 1840 bis 1914. In: Beiträge zur Brandenburgisch-Preußischen Numismatik. Numismatisches Heft 10 (2002), S. 100–121.

Artikelnummer:
4955

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