Königreich Preußen, Verdienstkreuz für Kriegshilfe, verliehen 1917 bis 1924.
Kriegsmetall massiv geprägt, das kleine Verbindungsringchen und der Bandring aus Eisen. Rückseitig auf dem Tortensegment wohl vertieft mitgeprägte Herstellermarkierung „F“.
Dazu das Besitzzeugnis für den Betriebsassistenten Hugo Weide zu Bottrop. Einfaches Blatt, querformatig, beidseitig bedruckt und ausgefüllt, sowohl das Siegel und die Unterschrift des Grafen Kanitz als Stellvertreter des damaligen Präses der Generalordenskommission General der Infanterie v. Jacobi als auch das Verleihungsdatum „17. April 1918“ bereits vorgedruckt. Rückseitig Aushändigungsvermerk des Königlichen Bergrevierbeamten Schäfer zu Bottrop, vom 29. Mai 1918.
Das Kreuz in guter, wenig getragener Erhaltung, allerdings stellenweise etwas weißrostig. An etwa 7 cm „langem“ Bandstück. Das Besitzzeugnis zweifach gefaltet und mit leichten Alters- und Gebrauchsspuren, in insgesamt guter Erhaltung.
Das Verdienstkreuz für Kriegshilfe wurde am 5. Dezember 1916 durch Wilhelm II. zur Auszeichnung besonderer Verdienste in der vaterländischen Kriegshilfetätigkeit für Personen beiderlei Geschlechts und ohne Unterschied des Ranges oder Standes gestiftet. Wilhelm II. legte das Kreuz selbst an und verlieh es zuerst an seine Gattin Auguste Victoria, an den Generalfeldmarschall von Hindenburg und an den Generalquartiermeister Ludendorff. Insgesamt wurden bis 1920 offiziell 500.000 Exemplare gefertigt, von denen 455.750 verliehen wurden. An Frauen dürften schätzungsweise etwa 10% der Verleihungen gegangen sein.
Literatur: Bannicke, Elke und Tewes, Lothar. Verleihungen des preußischen Verdienstkreuzes für Kriegshilfe an Frauen – das Beispiel der Wilhelmine Gesenger. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik Nr. 98 (August 2015). S. 182–188.
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