Königreich Preußen, Roter-Adler-Orden, Kreuz IV. Klasse mit der Königlichen Krone, verliehen 1892 bis 1918.
Silber, das vorderseitige Medaillon in Porzellan und Emaillemalerei. Die Krone ebenfalls aus Silber, mehrteilig hohl gefertigt und beidseitig transluzid emailliert, beweglich angebracht und mit einem geschlossenen Bandring durch den Reichsapfel. An der Kante des unteren Kreuzarmes die Ritzmarke „W“ der Hofjuweliere Johann Wagner & Sohn, Berlin, die für einen langen Zeitraum entweder Allein- oder zumindest Hauptlieferant dieser Auszeichnung waren.
Die Emaille der Krone vorderseitig mit einem kleinen, wenig störenden Ausbruch. Hiervon abgesehen gute bis sehr gute, kaum getragene Erhaltung, und mit einer besonders feinen (Regenbogen-)Patina. Ohne Band.
Überdurchschnittlich attraktives Exemplar dieser verhältnismäßig seltenen Ordensklasse!
Die „Königliche Krone“ wurde unter dem 12. Juni 1892 „als besondere Auszeichnung“ zu den Kreuzen aller Klassen des Roter-Adler-Ordens gestiftet. Insbesondere in den höheren Klassen erfolgten Verleihungen bevorzugt in das nähere Umfeld des Monarchen. Die „Königliche Krone“ konnte auch nachträglich zur innehabenden Klasse verliehen werden, was tatsächlich schätzungsweise die Hälfte aller Verleihungen ausmachte. Dekorationen mit Königlicher Krone wurden bei Verleihung einer höheren Stufe ohne Krone nicht abgelegt. Belegt sind in der IV. Klasse lediglich 1911 Verleihungen, während das „einfache“ Kreuz im selben Zeitraum mehr als 60.000-mal verliehen wurde. Typische Träger waren nach Geile Hauptleute und Majore.
Literatur: Sauerwald, Peter. Die Königliche Krone zum Roten Adler-Orden. Teil II. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Sammler und Forscher. BDOS-Jahrbuch 2000. S. 62–75.
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