Japan, Orden des Geheiligten Schatzes (2. Modell), Dekoration VI. Klasse, im Verleihungsetui

Kaiserreich Japan, Orden des Geheiligten Schatzes („Zuihō shō“), Dekoration der VI. Klasse, genannt „6. Verdienstklasse“ („Kun-roku-tō zuihōshō“), verliehen seit 1888, bzw. seit 2003 als „einfarbiger Orden des Geheiligten Schatzes“ („Zuihō tankōshō“).

Exemplar des aktuellen zweiten, seit 2002 verliehenen Modells mit der Paulownia-Blüte als Überhöhung. Silber oder versilbertes Metall, mehrteilig gefertigt und vorderseitig emailliert, an runder, flacher Ringöse mit Bandring. An konfektioniertem Dreiecksband, rückseitig mit Tragehaken japanischer Art.

Dazu das aus Holz gefertigte und schwarz lackierte Verleihungsetui, der Deckel mit golden aufgemalter Bezeichnung. Innen violette Samteinlage mit Aussparungen für den Orden und das Band; der Himmel in ebenfalls violetter Kunstseide.

Sowohl der Orden als auch das Etui in guter, kaum getragener bzw. gebrauchter Erhaltung.

Der Orden des Geheiligten Schatzes wurde am 4. Januar 1888 durch Kaiser Meiji-tennō mit Kaiserlichem Edikt Nr. 1 in acht Klassen gestiftet, die auch als solche bezeichnet wurden. Bereits am 22. Mai 1919 wurde der Orden auch für Frauen zugänglich gemacht, dennoch wurden seither, insbesondere in den höheren Klassen, nur wenige Verleihungen an Frauen vorgenommen. Von 1946 bis 1961 waren Verleihungen an Inländer, von wenigen Ausnahmen 1953, ausgesetzt. Im Jahr 2003 wurden die Insignien geringfügig umgestaltet, außerdem die beiden unteren Klassen ersatzlos gestrichen.

Literatur: Autengruber, Michael: Katalog zur 259. Auktion der Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG am 9. März 2015 – Orden und Ehrenzeichen aus aller Welt. Heiliger Stuhl und Vatikan. Die Sammlung Dr. Norbert Herkner, Berlin. Osnabrück 2015. Vgl. S. 260. 

Artikelnummer:
7019

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