Österreich, Tapferkeitsmedaille (8. Modell), Bronzene Tapferkeitsmedaille

Kaisertum Österreich, Bronzene Tapferkeitsmedaille, verliehen 1915 bis (nach) 1918.

Exemplar des ersten, seit der Stiftung dieser Stufe am 14. Februar 1915 bis Anfang April 1917 verliehenen Modells mit dem Portrait Franz Joseph I. Bronze geprägt und patiniert, an angeprägter Tunnelöse mit offenem Bandring. Alleine durch das Wiener Hauptmünzamt wurden während des Weltkriegs mehr als 1,2 Millionen Bronzene Medaillen geprägt; diese Zahl beinhaltet jedoch auch die Stücke mit dem Portrait Kaiser Karls.

Ordentliche, getragene Erhaltung mit kleinen, tragebedingten Randfehlern usw. Ohne Band.

Die Tapferkeitsmedaille wurde durch Kaiser Joseph II. mit Handschreiben vom 19. Juli 1789 an den damaligen Präsidenten des Hofkriegsrates, Feldmarschall Graf Kadik, auf Antrag des Feldmarschalls Laudon gestiftet „als Belohung einer im Kriege erfolgten tapferen Handlung und ein Ehrenzeichen für diejenigen, welche sich durch eine solche Tat ausgezeichnet haben, deren aber die Qualitäten zur Erlangung des für Offiziere bestimmten Maria-Theresien-Ordens fehlt“. Die Anfertigung neuer Prägestempel wurde vor allem durch Regentenwechsel nötig. Am 19. August 1848 wurde eine kleinere „Silberne Tapferkeitsmedaille II. Klasse“ gestiftet, am 14. Februar 1915 folgte durch kaiserliches Befehlsschreiben die Stiftung einer ebenfalls kleinformatigen „Bronzenen Tapferkeitsmedaille“. Seit 29. November 1915 war die mehrmalige Verleihung derselben Stufe möglich; anstelle der zusätzlichen Medaille wurde dann eine auf dem Band zu tragende stählerne „Spange“ ausgegeben.

Literatur: Ortner, Christian und Ludwigstorff, Georg. Österreichs Orden und Ehrenzeichen. Teil II: Die kaiserlich-königlichen staatlichen Auszeichnungen, Ehrenzeichen, Medaillen etc. bis 1918. Wien 2019. Vgl. Band 1, S. 242–309.

Artikelnummer:
5039

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