Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland, Waterloo-Medaille („Waterloo Medal“), verliehen 1816 bis 1817.
Exemplar des Kanoniers James Steventon von der berittenen Königlichen Artillerie mit der entsprechenden Randprägung „JAMES STEVENTON * GUNNER, ROYAL HORSE ARTILLERY.“ Silber geprägt, an eiserner Zarge. Hieran über eine Schraubverbindung angebracht ein ebenfalls aus Eisen (!) gefertigter Bügel zur Aufnahme des Bandes anstelle des ursprünglichen Bandringes.
Sichtlich getragene Erhaltung, vor allem die Vorderseite berieben oder verputzt sowie mit einigen kleineren Dellen, jedoch auch einer hübschen, natürlich gewachsenen Patina, durch die die Medaille eine ansprechende Ausstrahlung erhält. An zeitgenössischem, knapp 20 cm langem Band, dieses noch recht farbfrisch und nur geringfügig zerschlissen.
Die Waterloo-Medaille wurde durch Prinzregent Georg am 10. März 1816 im Namen seines Vaters, König Georg III., zur Auszeichnung aller britischen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften gestiftet, die am 16. Juni 1815 in den Schlachten bei Ligny und bei Quatre-Bras und am 18. Juni 1815 in der Schlacht bei Waterloo kämpften. Es handelte sich um die erste britische Medaille, die allen Teilnehmern einer Schlacht verliehen wurde, auch war es die erste, die den Hinterbliebenen der Gefallenen ausgehändigt wurde. Insgesamt wurden 39.000 Medaillen geprägt, von denen etwa 37.500 verliehen wurden.
Literatur: Barac, Borna. Reference Catalogue Orders, Medals and Decorations of the World instituted until 1945. Part II – Bronze Book, D – G. Vgl. S. 408.
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