VERKAUFT - Sachsen, Albrechtsorden (2. Modell, 3. Ausführung), Ritterkreuz I. Klasse mit Schwertern, von G. A. Scharffenberg, im Verleihungsetui

Königreich Sachsen, Königlich Sächsischer Albrechtsorden, Ritterkreuz I. Klasse mit Schwertern, verliehen 1851 bis 1918, bzw. bis 1876 als „Ritterkreuz mit Schwertern“.

Exemplar des zweiten, ab 1876 verliehenen Modells mit dem korrigierten Portrait, in einer Fertigung aus der Zeit des Weltkrieges, mit einteiligen Medaillonplatten. Silber, mehrteilig gefertigt, vergoldet und emailliert. Ohne eine Herstellerpunzierung, jedoch mit Punzierung „S“ für silber-vergoldete Stücke, wie sie durch die Hofgoldschmiede G. A. Scharffenberg, Dresden, benutzt wurde, am unteren Kreuzarm.

Dazu das mit braunem Lederimitat bezogene Verleihungsetui, auf dem Deckel eingeprägte Inschrift „A. R. 1.“ unter Schwertern. Innen mit einer roten Samteinlage mit Aussparung für Ordenskreuz und -Band. Der Boden ohne die üblichen Klebeetiketten, wobei (zumindest mir) unklar ist, ob diese verlustig sind, oder hier nie angebracht wurden.

Das Kreuz in guter, nur leicht getragener und beinahe vollkommen unbeschädigter Erhaltung. Von den eventuell fehlenden Etiketten abgesehen weist das Etui lediglich leichte Alters- und Gebrauchsspuren auf; die seidene Scharnierabdeckung ist jedoch zerschlissen. Ohne Band.

Ex Auktionshaus Bene Merenti GmbH, Ludwigsburg, 34. Auktion vom 19. November 2021.

Der Königlich Sächsische Albrechtsorden wurde am 31. Dezember 1850 durch Friedrich August II. zum Andenken an den Stammvater der Albertinischen Linie des Hauses Sachsen, Herzog Albrecht den Beherzten, als allgemeiner Verdienstorden in ursprünglich fünf Klassen gestiftet. Nachdem Mitte der 1870er-Jahre festgestellt wurde, dass die Medaillons wegen einer Verwechslung den ernestinischen(!) Kurfürsten Friedrich III. darstellen, wurden die Insignien umgestaltet. Im Lauf der Jahrzehnte wurden mehrfach Klassen erweitert und umbenannt, außerdem konnten die Dekorationen ab 1866 mit Schwertern, ab 1870 auch – nach preußischem Vorbild – mit Schwertern am Ring verliehen werden. Die Verleihungen wurden mit dem Ende der Monarchie im November 1918 eingestellt. Für das Ritterkreuz I. Klasse mit Schwertern weist Oswald 3779 Verleihungen nach, zum allergrößten Teil für den Weltkrieg, davon 2524 an Inländer sowie 1255 an Ausländer, also Nicht-Sachsen. Diese Zahlen scheinen jedoch zumindest nicht ganz vollständig zu sein.

Literatur: Bartel, Frank (Hrsg). Sachsen Spezialkatalog, Band I. Orden und Ehrenzeichen des Königreiches Sachsen. Manuskript Gert Oswald. Cottbus 2011. S. 137–143.

VERKAUFT.

Artikelnummer:
5548

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