VERKAUFT - Sachsen, Albrechtsorden (2. Modell), Ritterkreuz II. Klasse mit Schwertern, an 5er Frackschnalle mit Oldenburg, Schaumburg-Lippe und Lippe-Detmold

Deutsches Reich, 5er Frackschnalle eines vormals wohl Königlich Preußischen Offiziers etwa im Range eines Leutnants oder Oberleutnants, mit folgenden Auszeichnungen:

 

• Preußen, Eisernes Kreuz 1914 II. Klasse;

• Sachsen, Albrechtsorden (2. Modell), Ritterkreuz II. Klasse mit Schwertern;

• Oldenburg, Friedrich-August-Kreuz II. Klasse;

• Schaumburg-Lippe, Kreuz für treue Dienste 1914;

• Lippe-Detmold, Kriegsverdienstkreuz.

 

Die Auszeichnungen wohl durchwegs verliehene Originale, der Albrechtsorden in der dritten Ausführung mit einteiligen Medaillonplatten, hier ohne ersichtliche Herstellerkennzeichnung. Die Ordensschnalle mit sauber bogenförmig konfektionierten Bändern, rückseitig mit stabiler Tragenadel und einer dunkelblauen Stoffabdeckung.

 

Die Medaillons des Albrechtsordens wurden unsauber nachfixiert und sind v. a. rückseitig mit Schelllack oder Klebstoff verschmiert, außerdem hat sich der Nadelhaken der Schnalle gelöst. Hiervon abgesehen befindet sich die Schnalle in einer guten, leicht getragenen Erhaltung, mit noch weitgehend farbfrischen Bändern.

 

Dekorative Schnalle, mit Kriegsauszeichnungen fünf deutscher Staaten höchst ungewöhnlich!

 

Ex Fritz Rudolf Künker GmbH, Osnabrück, eLive Auction 44 vom 6. April 2017, zuvor ex dito, 284. Auktion, 5./6. Oktober 2016.

 

Der Königlich Sächsische Albrechtsorden wurde am 31. Dezember 1850 durch Friedrich August II. zum Andenken an den Stammvater der Albertinischen Linie des Hauses Sachsen, Herzog Albrecht den Beherzten, als allgemeiner Verdienstorden in ursprünglich fünf Klassen gestiftet. Nachdem Mitte der 1870er-Jahre festgestellt wurde, dass die Medaillons wegen einer Verwechslung den ernestinischen(!) Kurfürsten Friedrich III. darstellen, wurden die Insignien umgestaltet. Im Lauf der Jahrzehnte wurden mehrfach Klassen erweitert und umbenannt, außerdem konnten die Dekorationen ab 1866 mit Schwertern, ab 1870 auch – nach preußischem Vorbild – mit Schwertern am Ring verliehen werden. Die Verleihungen wurden mit dem Ende der Monarchie im November 1918 eingestellt. Das Ritterkreuz II. Klasse mit Schwertern wurde 7104-mal an Inländer sowie lediglich 790-mal an Ausländer, also insgesamt 7894-mal verliehen, zum allergrößten Teil während des Weltkrieges.

 

Literatur: Bartel, Frank. Sachsen Spezialkatalog, Band I. Orden und Ehrenzeichen des Königreiches Sachsen. Manuskript Gert Oswald. Cottbus 2011. S. 137–143.

 

VERKAUFT.

Artikelnummer:
4818

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