VERKAUFT - Württemberg, Königsabzeichen der Infanterie für 1909 und 1910

Deutsches Reich, Königsabzeichen der Infanterie für mehrmalige Verleihung an Unteroffiziere und Kapitulanten, verliehen wohl 1895 bis 1913.

 

Ausgabe des ab 1902 probemäßigen zweiten Typs, hier für die Jahre 1909 und 1910, wie es ausschließlich an die 8. Kompanie des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ Nr. 120 der Königlich Württembergischen Armee verliehen wurde. Messingblech durchbrochen hohlgeprägt und matt vergoldet, rückseitig noch drei von ehemals wohl acht angelöteten Splinten, um das Abzeichen auf einer stählernen Rückplatte zu befestigen.

 

Die stählerne Rückplatte sowie das ovale Stück Uniformstoff fehlen, außerdem sind fünf der acht Splinte abgebrochen. Das Abzeichen selbst in hiervon abgesehen ordentlicher, sichtlich getragener Erhaltung, die Vergoldung wohl weitgehend verputzt oder tragebedingt berieben.

 

Interessantes Belegstück, in dieser Ausführung von großer Seltenheit!

 

Das Kaiserabzeichen der Infanterie wurde durch eine Kabinettsordre Kaiser Wilhelm II. vom 27. Januar 1895 „zum weiteren Ansporn zur Förderung des Schießdienstes“ zeitgleich mit entsprechenden Abzeichen für Feld- und Fußartillerie-Regimenter sowie für Jäger- und Schützenkompanien eingeführt. Ausgezeichnet wurden mit dem auf dem rechten Oberarm zu tragenden Abzeichen alljährlich sämtliche Mannschaften derjenigen Kompanien, die in ihrer Gesamtleistung im Schießen als die beste ihres jeweiligen Armeekorps befunden wurden. Bis 1902 wurde bei mehrfacher Verleihung an eine Kompanie die zweite Jahreszahl unter dem Abzeichen auf dem Uniformärmel angebracht. Mit Verordnung vom 31. Oktober 1902 wurden besondere Abzeichen für mehrfache Verleihungen eingeführt, bei denen die früheren Jahre auf einem den Eichenlaubkranz umschlingenden Bandeau eingeprägt sind. Die höchste vorkommende Anzahl von Verleihungen ist sieben, was lediglich einer Kompanie gelang. Mit Ordre vom 27. August 1903 wurde außerdem ein Kaiserabzeichen der Maschinengewehr-Abteilungen gestiftet, das jedoch nur alle zwei Jahre verliehen werden sollte. In Bayern, Württemberg und Sachsen kamen besondere Abzeichen zur Ausgabe, die nicht von der Kaiser-, sondern einer Königskrone überhöht sind.

 

Literatur: Schiers, Ulrich. Die Schützen-Abzeichen im Deutschen Reichsheer der Kaiserzeit. Teil III, Kaiser-Königsabzeichen. In: Orden-Militaria-Magazin Nr. 7 (1982). S. 149–175.

 

VERKAUFT.

Artikelnummer:
4804

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