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Österreich, Karl-Truppenkreuz, als 1er Ordensschnalle deutscher Trageweise

Österreich-Ungarn, Karl-Truppenkreuz, verliehen 1916 bis 1922.

Zink-Kriegsmetall, ohne ersichtliche Herstellerkennzeichnung.

Die typische, angeprägte Öse entfernt und durch eine einfache Drahtöse ersetzt.

Garniert als 1er Ordensschnalle in deutscher Trageweise, mit rückseitiger schwarzer Stoffabdeckung und Tragenadel.

Da das Karl-Truppenkreuz nur in Ausnahmefällen an Deutsche verliehen wurde und bei diesen anzunehmen ist, dass sie auch weitere (deutsche und/oder österreichisch-ungarische) Auszeichnungen erhielten, dürfte es sich um die „große Ordensschnalle“ eines Österreichers handeln, der nach dem Weltkrieg ins Deutsche Reich verzogen ist und dort seine Weltkriegsauszeichnung nach deutscher Art trug.

Denkbar, dass es sich hierbei um einen Nationalsozialisten handelte, und die rückseitige schwarze Stoffabdeckung mit einer Uniform der Allgemeinen SS harmonieren sollte. Dies aber nur als Spekulation. Jedenfalls ist diese Trageweise für Österreicher vor dem „Anschluss“ ans Deutsche Reich höchst ungewöhnlich.

Gestiftet wurde das Karl-Truppenkreuz durch kaiserlichen Armee- und Flottenbefehl vom 13. Dezember 1916 für alle Angehörigen des österreichisch-ungarischen Militärs, „wenn sie eine mindestens zwölfwöchige Gesamt-Felddienstleistung vor dem Feinde bei zum Kampf bestimmten Teilen der Truppe aufweisen und während dieser Felddienstleistung (…) an einem Kampf teilgenommen haben.“ Hiervon konnte bei Verwundung abgesehen werden.

Artikelnummer: 01678
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