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Preußen, Ehejubiläumsmedaille zur goldenen Hochzeit (2. Modell, 1. Typ)

Königreich Preußen, Ehejubiläumsmedaille zur goldenen Hochzeit, vergeben 1881 bis 1918.

Exemplar des zweiten Modells, mit dem Portrait Wilhelm II. und Auguste Victorias, ab 1889, in der ersten Prägung mit dem unrichtigen Namen der Königin, bis 1890. Silber (990/000) geprägt, etwa 45 mm. Geprägt wurden zwischen 1889 und 1890 lediglich 1300 Exemplare dieses Typs.

Die Medaille mit einigen Kratzern und Macken sowie mehreren Randfehlern.

Die Idee, zu Ehejubiläen Medaillen statt der bisher üblichen religiösen Schriften zu vergeben, datiert ins Jahr 1879 zurück und steht in Zusammenhang mit der Goldenen Hochzeit des Königspaares. Ab 1881 wurden dann in Preußen (und auch in den Reichslanden Elsass-Lothringen) an Jubelpaare mit „sittlich reinem, friedlich frommen Wandel“ Ehejubiläumsmedaillen vergeben. Regelmäßig waren die Medaillen in Silber geprägt, goldene waren dem Herrscherhause besonders nahestehenden Personen vorbehalten. Empfänger aus den Reichslanden erhielten die Medaillen in Etuis, deren Monogrammaufdruck mit der Kaiser- statt der Königskrone überhöht war. Im Jahr 1888 wurde die Ausgabe von Medaillen mit dem Portrait Friedrich III. und seiner Gattin durch dessen baldigen Tod verhindert. Wilhelm II. setzte den Brauch fort, Medaillen mit seinem Portrait standen ab 1889 zur Verfügung. Dieser Stempel jedoch enthielt einen Schreibfehler im Namen der Königin, er wurde Ende 1890 durch einen korrigierten ersetzt. Wegen vermehrten Anfragen wurden ab 1899 Plaketten zur diamantenen, eisernen und sogar steinernen Hochzeit geschaffen. Die Vergaben endeten mit dem Ende der Monarchie im November 1918.

Literatur: Bannicke, Elke und Tewes, Lothar. Königlich preußische Staatsmedaillen für besondere Ehejubiläen. In: Beiträge zur Brandenburgisch/Preußischen Numismatik. Numismatisches Heft 18 (2010), Seiten 106 – 127.

Artikelnummer: 01843
180,00 €