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Preußen, Düppeler Sturmkreuz für den Johanniterorden, Zweitstück

Königreich Preußen, Düppeler Sturmkreuz für Johanniter-Ritter und in deren Dienst gestandene Ärzte, Seelsorger, Krankenwärter und Beamte, verliehen 1865.

Plumpe, nicht-probemäßige Zweitfertigung des gusseisernen Kreuzes. Bronze geprägt und schwarz lackiert, an angelöteter Ringöse mit offenem Bandring.

Ordentliche Erhaltung, die Lackierung tragebedingt bestoßen. An knapp 10 cm „langem“, alt vernähtem Band des Königlichen Hausordens von Hohenzollern.

Höchst seltenes Belegstück für das kaum beschaffbare Original, das laut Husen – unter Aufzählung der Namen – in nur fünfzehn(!) Exemplaren verliehen wurden.

Das Düppeler Sturmkreuz wurde durch König Wilhelm I. am 18. Oktober 1864 für sämtliche Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten, Ärzte, Krankenträger und Geistliche gestiftet, „die tätigen Anteil an der Eroberung der Schanzen oder an denjenigen Gefechten genommen haben, welche auf dem zwischen den Schanzen und dem Alsenunde gelegenen Terrain am 18. April d. J. stattfanden“, sowie für die „Offiziere und Mannschaften derjenigen Geschütze, welche am 18. April d. J. in Batterie gestanden und auf den Sturm durch ihr Feuer vorbereitet haben“. Kreuze für Kämpfer und Nichtkämpfer unterscheiden sich lediglich durch das Band. Mit Nachtrag vom 18. April 1865 wurden die Verleihungen auf diejenigen Truppenteile ausgeweitet, „welche beim Sturm auf die Düppeler Schanzen in Reserve gestanden“ hatten. Diese erhielten das Kreuz an einem weiteren, dritten Band. Für die Johanniter-Ritter sowie die in deren Dienst gestandenen Ärzte, Seelsorger, Krankenwärter und Beamte wurde unter demselben Datum ein eigenes, gusseisernes Kreuz geschaffen, das am Band des Hausordens von Hohenzollern getragen wurde.

Literatur: Husen, Martin. Der Königlich Preußische Johanniter-Orden im Deutsch-Dänischen Krieg 1864. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik Nr. 97 (Juni 2015). S. 164–167.

Artikelnummer: 02898
350,00 €