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Preußen, Große Königsmedaille in Silber (2. Modell), im Verleihungsetui

Königreich Preußen, Große Königsmedaille in Silber, verliehen 1862 bis (nach?) 1914.

Exemplar des zweiten, ab 1889 vergebenen Modells mit dem von Emil Weigand geschaffenen Portrait Wilhelm II. Silber geprägt, etwa 42 mm.

Dazu das rechteckige, schmucklose Verleihungsetui in schwarzem Leder, innen mit dunkelblauer Samteinlage zur Aufnahme der Medaille sowie ebenfalls dunkelblauer Seidenverkleidung des Deckels.

Die Medaille in altersgemäß guter Erhaltung mit nur kleinen, kaum störenden Randfehlern und Macken, jedoch zumindest rückseitig etwas verputzt und auch mit alten Putzmittelresten. Das Etui außen stark berieben, außerdem fehlt ein Teil der Abdeckung des Scharniers.

Die „Königsmedaille“, die in vier Stufen – zwei Größen jeweils in Gold und Silber – vergeben werden konnte, entstand 1861 zur Belohnung vorbildlicher Leistungen in den Gewerben, den Künsten und den Wissenschaften, quasi als Ersatz für die bisher vergebenen „Allgemeinen Huldigungsmedaillen“. Unter König Wilhelm II. wurden 501 Große Königsmedaillen in Silber geprägt, womit sie die häufigste ihrer Art ist, trotzdem erscheint sie „kaum noch im Münzhandel und ihr Vorkommen muss heute als sehr selten bezeichnet werden“.

Literatur: Bannicke, Elke und Tewes, Lothar. Huldigungs-, Krönungs- und Königsmedaillen – königlich-preußische Ehrengeschenke im Wandel der Zeiten von 1840 bis 1914. In: Beiträge zur Brandenburgisch-Preußischen Numismatik. Numismatisches Heft 10 (2002), S. 100–121.

Artikelnummer: 02977
480,00 €