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Deutsches Reich, Kleine Wittenberger Gedächtnismedaille

Deutsches Reich, Kleine Wittenberger Gedächtnismedaille, vergeben 1894 bis 1906.

Bronze, etwa 48,4 mm, gegossen und patiniert. Vorderseitig das Brustbild Kaiser Wilhelm II. nach rechts, in der Uniform der Garde du Corps, mit Paradehelm und Kürass. Rückseitig unter dem symbolischen Stern von Bethlehem die personifizierte Religio mit Buch, etwas im Hintergrund die Wittenberger Schlosskirche.

Überdurchschnittlich gut erhaltenes Exemplar mit hübscher Originalpatina.

Die Wittenberger Gedächtnismedaille wurde am 30. Oktober 1892 durch Kaiser Wilhelm II. in zwei Größen, beide in Bronze, für die Gäste der am 31. Oktober anlässlich des 375. Reformationsjubiläums stattfindenden Einweihung der erneuerten Schlosskirche zu Wittenberg gestiftet. Die großen Medaillen waren für Fürstlichkeiten und andere hohe Würdenträger und Beamte bestimmt, die kleinen für die übrigen Gäste. Entworfen wurde die Medaille vom Bildhauer Prof. Reinhold Begas, gegossen in der Kunstgießerei Gladenbeck, Berlin-Friedrichshagen. Von der großen Medaille wurden 125 und von der kleinen 3500 Exemplare gefertigt. Wegen des recht großen zeitlichen Abstandes zur Veranstaltung waren einige gedachte Empfänger bereits verstorben, sodass insbesondere von der kleinen Medaille ein beträchtlicher Restbestand verblieb, der in der Folge an „würdige Institute“ und sogar an das Wittenberger Gymnasium zwecks Vergabe als Prämie gegeben wurde.

Literatur: Tewes, Lothar und Bannicke, Elke. Kaiserliche Medaillen zur Einweihung der erneuerten Schlosskirche 1892 zu Wittenberg. In: Beiträge zur Brandenburgisch/Preußischen Numismatik. Numismatisches Heft 18 (2010), Vgl. S. 144–159.

Artikelnummer: 03864
120,00 €