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Reuß, Medaille für aufopfernde Tätigkeit in Kriegszeit, Zweitstück

Fürstentümer Reuß jüngerer und älterer Linie, Medaille für aufopfernde Tätigkeit in Kriegszeit, verliehen 1915 bis 1918.

Mutmaßliches Zweitstück aus varianter Fertigung. Bronze geprägt und patiniert, an etwas größerer, angelöteter Ringöse mit geschlossenem Bandring. Lehmann äußert die Vermutung, dass es sich bei dieser Fertigungsserie möglicherweise um moderne Fälschungen handeln könnte; eine Auffassung, die ich ausdrücklich nicht teile.

Gute bis sehr gute, kaum getragene und unbeschädigte Erhaltung. Ohne Band.

Die Medaille für aufopfernde Tätigkeit in Kriegszeit wurde durch Fürst Heinrich XXVII. Reuß j. L. am 10. November 1915 „als Anerkennung für verdienstliche Leistungen auf dem Gebiete der Nächstenliebe aus Anlaß des Krieges“ für Männer wie für Frauen gestiftet; sie wurde am Kriegsband des Ehrenkreuzes getragen. Offizieller Alleinlieferant war die AWES-Münze, Berlin, die im Herbst 1915 – auf drei Chargen verteilt – 1000 Exemplare in Bronze sowie im Herbst 1918 weitere 600 Medaillen in vergoldetem Kriegsmetall lieferte. Verliehen wurden von der ersten Ausgabe 998, von der zweiten lediglich 24 Exemplare; der restliche Bestand dürfte nach Ende der Verleihungen der Metallverwertung zugeführt worden sein.

Literatur: Lehmann, Eike. Die Medaille „Für aufopfernde Tätigkeit in Kriegszeit“ in den Fürstentümern Reuß jüngerer und älterer Linie. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik. Heft 92 vom August 2014. S. 193–198 sowie derselbe: Zur Medaille „Für aufopfernde Tätigkeit in Kriegszeit“ in den Fürstentümern Reuß jüngerer und älterer Linie. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik. Heft 100 vom Dezember 2015. S. 395–396.

Artikelnummer: 04261
120,00 €