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Bayern, Silberne Tapferkeitsmedaille (5. Ausgabe), an 6er Feldspange

Deutsches Reich, 6er Feldspange eines Polizisten und „höchstdekorierten“ vormals Königlich Bayerischen Frontkämpfers des (Ersten) Weltkrieges, mit folgenden Auszeichnungen:

- Preußen, Eisernes Kreuz 1914 II. Klasse;
- Deutsches Reich, Ehrenkreuz für Frontkämpfer des Weltkrieges 1914–1918;
- Bayern, Goldene oder Silberne Militärverdienst- bzw. Tapferkeitsmedaille;
- Bayern, Militär-Verdienstkreuz (3. Modell), wohl III. Klasse mit Schwertern;
- Deutsches Reich, Polizei-Dienstauszeichnung II. Stufe;
- Deutsches Reich, Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938.

Spange mit straff vernähten Bändern, rückseitig Nadel und eine blaugraue Stoffabdeckung. Lediglich das Band der Polizei-Dienstauszeichnung und der Frontkämpfer-Ehrenkreuzes, nicht aber das des bayerischen MVKs, mit entsprechenden Auflagen.

Gute bis sehr gute, wohl kaum getragene Erhaltung mit ungewöhnlich farbfrischen Bändern.

Sehr schöne und mit einer „höchsten Tapferkeitsauszeichnung“ seltene Feldspange!

Bereits am 30. Oktober 1794 wurden durch Kurfürst Carl Theodor die Goldene und Silberne Militär-Verdienstmedaille „zur Belohnung einer im Kriege erfolgten tapferen Handlung“ für die Mannschaften der Kurbayerischen Truppen vom Feldwebel abwärts gestiftet. Nach dem Regierungsantritt Maximilian Joseph IV. wurde ein neuer Stempel mit dessen Portrait geschnitten, ebenso nach seiner Annahme des Königstitels. Wegen Verschleiß mussten die Stempel noch des Öfteren erneuert werden, das Portrait König Max Joseph I. wurde jedoch bis zum Ende der Verleihungen beibehalten. Zuletzt wurden die Medaillen, die zu den „höchsten Tapferkeitsauszeichnungen“ zählten, im Weltkrieg verliehen, nämlich in etwa 2900 Silbernen sowie etwa 1000 Goldenen (und vergoldeten) Exemplaren. Erst durch Königliche Verordnung vom 2. März 1918 erfolgte die offizielle Umbenennung zur umgangssprachlich längst geläufigen „Tapferkeitsmedaille“.

Artikelnummer: 04277
120,00 €