bg-head2.png

Lübeck, Lübeckisches Hanseatenkreuz, Trägerportrait

Deutsches Reich, Portrait eines Stabsoffiziers der vormals Königlich Preußischen Armee in Uniform. Er trägt eine Ordensschnalle, an der sich folgende fünf Auszeichnungen befinden:

- Preußen, Eisernes Kreuz 1914 II. Klasse;
- Preußen, Königlicher Hausorden von Hohenzollern, Kreuz der Ritter mit Schwertern;
- Preußen, Kaiser-Wilhelm-I.-Erinnerungsmedaille;
- Braunschweig, Kriegsverdienstkreuz II. Klasse;
- Lübeck, Lübeckisches Hanseatenkreuz.

Darunter, an der Brust, trägt er außerdem, als wohl einziges Steckabzeichen, das EK I. Klasse.

Format etwa 15 cm x 11 cm, auf dickerem Papier ohne eine Pappunterlage. Undatiert und ohne Angabe des Photographen oder des Aufnahmeortes.

Altersgemäß angemessene bis gute Erhaltung, lediglich stellenweise etwas stockfleckig. Rückseitig handschriftlich „Franz Stiebler“ bezeichnet. Es dürfte sich somit um den 1872 geborenen Major a. D. Stiebler handeln, an den als Hauptmann eine Verleihung des Königlichen Hausordens von Hohenzollern nachweisbar ist.

Hübsche Aufnahme eines hochdekorierten Weltkriegs-Offiziers!

Die Hanseatenkreuze der drei Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck wurden gemeinsam von den Senatoren der Städte für besondere Kriegsverdienste Einzelner ohne Unterschied des Ranges und des Standes gestiftet, und zwar formal in Lübeck und Bremen am 21. August sowie in Hamburg am 10. September 1915. Konkrete Verleihungszahlen scheinen nicht bekannt zu sein, dürften für die Lübecker Ausgabe den hohen vierstelligen Bereich jedoch kaum überschritten haben.

Literatur: Volle, Henning. Stiftungen und Erneuerungen von deutschen Orden und Ehrenzeichen im Ersten Weltkrieg. Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Ordenskunde e. V. (DGO), Konstanz am Bodensee 2014. Vgl. S. 40–41.

Artikelnummer: 04346
50,00 €