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Sachsen, Albrechtsorden (1. Modell), Ritterkreuz mit Schwertern, Miniatur, Trägerportrait

Freie und Hansestadt Hamburg, Portrait eines Veteranen, wohl eines vormals Königlich Preußischen Offiziers, des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71, im Zivilanzug.

Er trägt, jeweils am konfektionierten Band, die Miniaturen zweier Auszeichnungen:

- Sachsen, Albrechtsorden (1. Modell), Ritterkreuz mit Schwertern;
- Preußen, Kriegsdenkmünze 1870/71 wohl in Bronze.

CDV-Format, aufgenommen Anfang der 1880er-Jahre im Photographischen Atelier H. Thomas, St. Pauli, Spielbudenplatz No. 18. Rückseitig siebenzeilige Widmung „Meinem / lieben Johann / Koch zur freundl. Erinnerung / an unsere lustige Reise nach / Helgoland! Paul Schumann / Hamburg 21 Nov / 1883.“ in Tinte.

Das Bild insgesamt etwas altersfleckig. Hiervon abgesehen gute, unbeschädigte Erhaltung.

Sehr schöne und mit den Miniaturen überhaupt ungewöhnliche Aufnahme!

Der Königlich Sächsische Albrechtsorden wurde am 31. Dezember 1850 durch Friedrich August II. zum Andenken an den Stammvater der Albertinischen Linie des Hauses Sachsen, Herzog Albrecht den Beherzten, als allgemeiner Verdienstorden in ursprünglich fünf Klassen gestiftet. Nachdem Mitte der 1870er-Jahre festgestellt wurde, dass die Medaillons wegen einer Verwechslung den ernestinischen(!) Kurfürsten Friedrich III. darstellen, wurden die Insignien umgestaltet. Im Lauf der Jahrzehnte wurden mehrfach Klassen erweitert und umbenannt, außerdem konnten die Dekorationen ab 1866 mit Schwertern, ab 1870 auch – nach preußischem Vorbild – mit Schwertern am Ring verliehen werden. Die Verleihungen wurden mit dem Ende der Monarchie im November 1918 eingestellt.

Literatur: Bartel, Frank. Sachsen Spezialkatalog, Band I. Orden und Ehrenzeichen des Königreiches Sachsen. Manuskript Gert Oswald. Cottbus 2011. S. 137 ff.

Artikelnummer: 04370
50,00 €