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Baden, Landwehr-Dienstauszeichnung (2. Modell)

Großherzogtum Baden, Landwehr-Dienstauszeichnung, verliehen 1877 bis 1914.

Exemplar des zweiten, nur Ende 1913 bis Herbst 1914 verliehenen Modells. Bronze geprägt und patiniert, an angelöteter Ringöse. Gefertigt wurden die Medaillen von B. H. Mayers Hofkunstprägeanstalt, Pforzheim.

Der Bandring fehlt. Hiervon abgesehen gute, etwas getragene Erhaltung, die Patinierung etwas berieben, außerdem rückseitig stellenweise etwas fleckig. Ohne Band.

Die Landwehr-Dienstauszeichnung wurde am 4. Januar 1877 durch Friedrich I. „für die nicht im Offiziersrange stehenden Personen des Beurlaubtenstandes“ analog der preußischen Landwehr-Dienstauszeichnung II. Klasse gestiftet. Eine Mehrstufigkeit, wie in Preußen, war hier nicht notwendig, da die badischen Offiziere preußische Dienstauszeichnungen erhielten. Mit Landesherrlicher Verordnung vom 18. Dezember 1913 wurde anstelle der bisherigen gewebten Schnalle eine kleine bronzene Medaille eingeführt, die von den Trägern auf eigene Kosten beschafft werden konnte. Während des Weltkrieges waren die Verleihungen ausgesetzt, und Nachverleihungen fanden, anders als bei den Dienstauszeichnungen für das stehende Heer oder auch das preußischen Gegenstück nicht statt, weswegen die Medaille nur recht selten auftaucht.

Literatur: Volle, Henning. Die Orden und tragbaren Ehrenzeichen des Großherzogtums und der Republik Baden. Freiburg im Breisgau 2019. Vgl. S. 443–447.

Artikelnummer: 04441
50,00 €