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Deutsches Reich, Flieger-Erinnerungsabzeichen, Trägerportrait

Deutsches Reich, kleinformatige Photographie des Majors der Luftwaffe, diensttuend(?) im Reichsluftfahrtministeriums, und vormals Königlich Sächsischen Hauptmanns Sommer in Uniform mit Schirmmütze und Dolch.

Er trägt eine 10er Ordensschnalle, an der sich folgende Auszeichnungen befinden:
- Preußen, Eisernes Kreuz 1914 II. Klasse;
- Preußen, Königlicher Hausorden von Hohenzollern, Kreuz der Ritter mit Schwertern;
- Sachsen, Militär-St.-Heinrichs-Orden, Ritterkreuz;
- Sachsen, Verdienstorden (2. Modell), Ritterkreuz II. Klasse mit Schwertern;
- Sachsen, Albrechtsorden (2. Modell), Ritterkreuz I. Klasse mit Schwertern;
- Sachsen, Albrechtsorden (2. Modell), Ritterkreuz II. Klasse mit Schwertern;
- Hamburg, Hamburgisches Hanseatenkreuz;
- Deutsches Reich, Ehrenkreuz für Frontkämpfer des Weltkrieges 1914–1918;
- Preußen, Rettungsmedaille am Bande;
- Preußen, Königlicher Kronenorden (3. Modell), IV. Klasse.

Darunter trägt er außerdem, als Steckabzeichen, das Eiserne Kreuz I. Klasse und das (kaiserliche) Flieger-Erinnerungsabzeichen.

Paul Ferdinand Sommer, geboren 21. November (oder Februar?) 1888, trat 1906 als Fähnrich in das Königlich Sächsische Armee ein, wurde 1907 Leutnant, Ende 1914 Oberleutnant und 1916 Hauptmann; 1920 wird er zum char. Major ernannt. Er diente unter anderem in der Feldfliegerabteilung 22 und dem Kampfgeschwader 2, wo er im Sommer 1917 seine höheren Auszeichnungen erhielt.

Unsignierte und undatierte Aufnahme wohl aus dem Sommer 1935, abgezogen auf etwa 8 cm x 6 cm „großem“ Agfa-Lupex-Papier. Rückseitig dreizeilige Widmung „Auf Wiedersehen! / Paul Sommer / 19. 8. 35.“ in Bleistift.

Ex Sammlung Richard „Rick Research“ Lundström, Oxford (MA), U. S. A., dessen umfangreicheren Rechercheergebnisse zusammengefasst beiliegen.

Das Flieger-Erinnerungsabzeichen wurde durch Kaiser Wilhelm II. am 27. Januar 1914 „als Ersatz für das abgelegte Abzeichen für Flugzeugführer oder für Beobachtungsoffiziere“ als ein „in dauerndem Besitz zu belassenes Erinnerungsabzeichen“. Verliehen wurde es durch die General-Inspektion des Militär-Flugzeugwesens unter Ausstellung eines Besitzzeugnisses.

Literatur: Baldes, Carsten. Abzeichen und Ehrenpreise der Fliegertruppe von 1913 bis 1920. Neu-Ulm 2012. Vgl. S. 273 – 296.

Artikelnummer: 04447
35,00 €