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VERKAUFT - Bayern, Landwehr-Dienstauszeichnung II. Klasse (1. Modell)

Königreich Bayern, Landwehr-Dienstauszeichnung II. Klasse, verliehen 1876 bis 1914.

Mutmaßliches Verleihungsexemplar des ersten, bis 1913 verliehenen Modells, der gewebten Schnalle in einem schwarzen Eisenrahmen, in einer recht frühen Fertigung mit massivem, wohl gusseisernem Rahmen, hier ohne eine Tragevorrichtung. Rückseitig mit von Peter Groch aufgebrachtem Klebezettelchen mit Nummer „316“ nach Hessenthal und Schreiber.

Ordentliche, etwas getragene Erhaltung, die Schwärzung des Rahmens weitgehend erhalten, das Band etwas angeschmutzt und leicht verblasst, rückseitig mit alten Vernähungsresten.

Ex Sammlung Peter Groch, Berlin; erworben von der Fritz Rudolf Künker GmbH, Osnabrück, eLive Auction 55, vom 18. Juli 2019. Es handelt sich um das im aktuellen Nimmergut-„OEK“ auf S. 156 abgebildete Exemplar.

Die Landwehr-Dienstauszeichnung II. Klasse wurde durch König Ludwig II. am 21. Januar 1876, gleichzeitig mit der Landwehr-Dienstauszeichnung I. Klasse, für diejenigen Personen des Beurlaubtenstandes, welche einen Feldzug mitgemacht hatten oder mindestens im ganzen drei Monate aus dem Beurlaubtenverhältnis zum aktiven Dienst einberufen waren, in Form einer Seidenbandes mit eingewebtem Monogramm „L II“ König Ludwig II. gestiftet. Unterm 6. Oktober 1906 wurde der Empfängerkreis auf die oberen Militärbeamten ausgedehnt. Am 30. August 1913 wurde die Schnalle, bei gleichbleibenden Bedingungen, durch eine kupferne Medaille ersetzt, die von bereits beliehenen Personen auf eigene Kosten beschafft werden konnte. Da die Verleihungen mit der Mobilmachung ab 1. August 1914 endeten, ist das zweite Modell nicht allzu häufig zu finden.

Literatur: Bergmann, Werner. Von den Dienstauszeichnungen im bayerischen Militär. Teil VI (Schluss): Die Landwehr-Dienstauszeichnung (verliehen 1876–1914). In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik Nr. 102 (April 2016). S. 97–105.

VERKAUFT.

Artikelnummer: 04498
35,00 €