Bayern, Ludwigs-Orden, Ehrenmünze (3. Ausgabe)

Königreich Bayern, Ludwigs-Orden, Ehrenmünze, verliehen 1827 bis 1918.

Exemplar der letzten, wohl nur im Februar 1918 geprägten dritten Ausgabe. Silber geprägt und vergoldet, am Rand, neben der Öse, Feingehaltspunzierung „1000“ und „[Halbmond]“. Aus vergoldetem Silber wurden im letzten Kriegsjahr lediglich 50 Exemplare geprägt, die wohl zudem nicht mehr alle ausgegeben wurden.

Die Öse abgebrochen! Auch hiervon abgesehen sichtlich getragene Erhaltung mit mehreren größeren Randfehlern, die Vergoldung vor allem vorderseitig stark patiniert bzw. berieben.

Extrem seltene Varianten dieser ohnehin seltenen Medaille, trotz Mängel gutes Belegstück!

Der Ludwigs-Orden wurde durch König Ludwig I. am 25. August 1827, seinem Geburts- und Namenstag, zur Auszeichnung von Staatsbediensteten, die ihr fünfzigstes Dienstjahr vollendet hatten, in zwei Klassen gestiftet. Neben dem Militär wurden Personen im Hof-, Staats- und Kirchendienst berücksichtigt. Die höher stehenden Empfänger erhielten ein teilemailliertes Ordenskreuz, die niedrigeren Ranges eine goldene Medaille, die beide am selben Bande auf der linken Brust getragen wurden. Die ursprünglichen Stempel der Medaille wurden vom Münzmedailleur im Hauptmünzamt Johann Baptist Stiglmair geschnitten. Im Jahr 1847 wurde durch Johann Adam Ries ein neuer, leicht abweichender Rückseitenstempel geschnitten. Erst im Februar 1918 kam es zur Ausprägung der ansonsten immer echt goldenen Medaillen in vergoldetem Silber.

Literatur: Bergmann, Werner. Von den Dienstauszeichnungen im bayerischen Militär. Teil I: Die Dienstauszeichnungsborten und die Veteranenschilde, sowie der Ludwigs-Orden für 50 Dienstjahre. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik Nr. 97 (Juni 2015). S. 122–128.

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