Hohenzollern, Bene-Merenti-Medaille des Fürsten Wilhelm, im Verleihungsetui

Fürstliche Familie von Hohenzollern, (tragbare) Medaille Bene merenti des Fürsten Wilhelm, verliehen 1910 bis 1927.

Gold geprägt, an Ringöse mit Bandring. Vorderseitig das Portrait des Fürsten nach links mit schwacher Signatur „O. Schultz 07.“ am Halsabschnitt, darum latinisierte Umschrift „GUILELMUS PRINCEPS DE HOHENZOLLERN“. Rückseitig oben und unten gebundener Eichenlaubkranz mit zweizeiliger Inschrift „BENE / MERENTI“, darunter waagrechter Zierstrich.

Dazu das schmucklose Verleihungsetui in violettem Samt, innen mit samtener Einlage. Der Deckel in Seide, mit goldgeprägtem Wappen und dreizeiliger Herstellerangabe „J. G. ZIMMERER & SOHN / HOFJUWELIERE / SIGMARINGEN“.

Die Medaille in ordentlicher, getragener Erhaltung, vor allem rückseitig einige, auch etwas tiefere, tragebedingte Kratzer. An konfektioniertem, etwa 12 cm langem Band. Das Etui in guter Erhaltung mit leichten Alters- und Gebrauchsspuren. Inliegend weiteres, 24 cm langes, ungetragenes Bandstück.

Insbesondere mit dem Originaletui von großer Seltenheit!

Die bereits 1857 durch Fürst Carl Anton in zwei Klassen – große und kleine Medaille – gestiftete Medaille war ursprünglich nichttragbar. Im Jahr 1910 wurde die kleine Medaille durch Fürst Wilhelm mit Genehmigung König Wilhelm II. zu einem tragbaren Ehrenzeichen umgestaltet. Hiermit war auch ein Charakterwechsel verbunden. Waren die Medaillen ursprünglich zur Belohnung von Leistungen in Kunst und Wissenschaft gedacht, wurde sie nun vor allem in das Umfeld des Fürstenhofes und als Damendekoration für den Hochadel verliehen. Von den insgesamt 53 nachweisbaren Verleihungen erfolgten 24 an fürstliche Damen und 6 an ihre Hofmeisterinnen.

Literatur: Link, Eva und Gauggel, Heinz. Fürstlich Hohenzollernsche Orden und Ehrenzeichen. Fridingen 1985. S. 137 ff.

Verkauft